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Gauck, Merkel und Seehofer bei Trauerfeiern nach Amoklauf von München

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Gauck, Merkel und Seehofer bei Trauerfeiern nach Amoklauf von München

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Neun Tage nach dem Amoklauf eines 18-Jährigen in München haben Angehörige und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft Abschied von den Opfern genommen.

In der Münchner Frauenkirche fand ein ökumenischer Gottesdienst statt. Weil sieben der neun Opfer Muslime waren, sprach auch ein Vertreter der islamischen Gemeinde ein Gebet.

Anschließend fuhren Angehörige sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Regierungschef Horst Seehofer und Bundespräsident Joachim Gauck auch zu einer Trauerzeremonie in den Bayerischen Landtag.

“All denen, die aus unseren Heimaten Orte der Furcht und des Schreckens machen wollen, den Attentätern und Amokläufern wie den Terroristen, werden wir eins nicht geben: unsere Unterwerfung”, sagte Gauck. “Sie werden uns nicht zwingen, zu hassen, wie sie hassen. Sie werden uns nicht in der Gefangenschaft immerwährender Furcht halten. Wir werden nämlich bleiben, was wir sind: eine mitmenschliche, eine solidarische Gesellschaft.”

Gauck verzichtete darauf, den Namen des Amokläufers von München zu nennen. Mediale Aufmerksamkeit übten einen eigenen Reiz auf labile Persönlichkeiten aus, deutete Gauck an. Er plädierte für mehr zwischenmenschliche Aufmerksamkeit, um sozial abseits stehende Menschen nicht zu isolieren.

Der deutsch-iranische Amokläufer hatte am 22. Juli bei einem Münchner Einkaufszentrum vor allem Jugendliche mit ausländischer Abstammung getötet. Ermittlunge ergaben seither, dass er in in psychologischer Behandlung war und sich im Geheimen schon länger mit Amokläufen befasste. Eine islamistischen Hintergrund schließen die Ermittler aus.

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