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Airbus gegen Boeing - der ewige Kampf

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Airbus gegen Boeing - der ewige Kampf

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Im Kampf um die Marktführerschaft führt Airbus zur Zeit mit 1036 Bestellungen zu 768 bei Boeing. Aber Boeing hat immerhin 762 Flugzeuge ausgeliefert, Airbus dagegen nur 635. Die Europäer halten in den letzten drei Jahren einen Marktanteil von 57 Prozent, aber die Gesamtsumme der Bestellungen ist im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent gesunken – und das hat beide Rivalen gleichermaßen getroffen.

Airbus lieferte jetzt trotzdem einen Milliardengewinn ab – trotz der Probleme mit dem Militärfrachter A400M und dem Langstreckenjet A350, für die Airbus fast 1,4 Milliarden zur Seite legen muss. Dennoch konnte der Flugzeugbauer im zweiten Quartal den Gewinn nahezu verdoppeln. Der Verkauf der Anteile am französischen Dassault-Konzern und am Raketen-Joint-Venture mit Safran bescherte Airbus gut zwei Milliarden Euro an Sondererlösen. Dadurch kletterte der Gewinn auf knapp 1,4 Milliarden Euro – 86 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aufgrund verzögerter Flugzeug-Auslieferungen sank der Umsatz im zweiten Quartal um ein Prozent auf 16,6 Milliarden Euro. Insgesamt schrumpfte die Zahl der ausgelieferten Flieger bis Ende Juni auf 298. Anstrengen muss sich Airbus vor allem bei den A350-Maschinen, nachdem im ersten Halbjahr nur zwölf der geplanten 50 Stück ausgeliefert worden waren. In der zweiten Jahreshälfte will Airbus die Auslieferungen wieder steigern.

Neben den kurz- und mittelfristigen Problemen gibt es allerdings laut James Bevan von CCLA Investment Management auch strategische Fragestellungen zu beantworten: “Es gibt zwei Herausforderungen, die die Hersteller beim Orderfluss beachten müssen – in Anbetracht der weltweit schwachen Wirtschaft gibt es weniger Fluggesellschaften, die ganze Flotten aus Nationalstolz anschaffen. Und die Gesellschaften konsolidieren ihre Routen, sie kooperieren, man muss sich nur den Quantas / Emirates Deal anschauen.” Quantas und Emirates können ihre Flottennutzung optimieren, weil sie kooperieren statt zu konkurieren. Analysten sehen das als Zukunftsmodell, das für die Hersteller dann vor allem Wartung und Ersatz der Flotten heisst. Und auch wenn immer wieder mal Bestellungen storniert werden, noch sind die Auftragsbücher prall gefüllt – für die nächsten 10 Jahre.

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