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Erbeben in Mittelitalien: Mindestens 120 Tote, schwere Schäden in Altstädten

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Erbeben in Mittelitalien: Mindestens 120 Tote, schwere Schäden in Altstädten

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Nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien am frühen Mittwochmorgen ist die Zahl der Toten auf mindestens 120 gestiegen. Das teilte der Regierungschef Matteo Renzi bei seinem Besuch im Katastrophengebiet mit. Zahlreiche Vermisste werden noch unter den Trümmern vermutet.

Das Beben überraschte die Menschen im Schlaf. Der erste Erdstoß der Stärke 6,2 ereignete sich kurz nach 3.30 Uhr Morgens. Im Laufe des Tages folgten zahlreiche schwächere Nachbeben. Das Epizentrum lag rund 130 Kilometer nordöstlich von Rom.

Am heftigsten traf es die Orte Amatrice und Accumoli in der Region Latium. Allein dort wurden über 50 Opfer tot aus dem Trümmern geborgen, darunter ganze Familien und viele Kinder. Insgesamt ist eine große Zahl kleinerer Gemeinden betroffen.

Einwohner berichten, dass in einigen Dörfen noch am späten Vormittag keine Rettungskräfte eingetroffen waren und die Einwohner mit bloßen Händen in den Trümmern nach Vermissten suchten. Laut den Behörden gestaltete sich der Zugang zu einigen Dörfern schwierig.

Besonders schwere Schäden gab es in den Altstädte mit ihren teils viele Jahrhunderte alten Gebäuden. Italienische Medien diskutieren nun erneut über mögliche Maßnahmen zur Erdbebensicherung. Im Jahr 2009 hatte ein Beben in der selben Region die mittelalterliche Stadt L’Aquila weitläufig zerstört.

Rettungskräfte errichteten im Laufe des Tages Notunterkünfte für die Betroffenen. In Accumoli sind laut dem Bürgermeister rund 2500 Menschen ohne Dach über dem Kopf. Darunter sollen auch rund 2000 meist italienische Touristen sein, die in der kühleren Bergregion ihren Urlaub verbringen.

Auch in der Haupstadt war das Beben zu spüren, Experten sollen dort nun unter anderem das Kolosseum auf mögliche Schäden überprüfen.

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