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Italiens Wirtschaft tritt auf der Stelle - gelbe Karte für Bankenpolitik

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Italiens Wirtschaft tritt auf der Stelle - gelbe Karte für Bankenpolitik

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Stagnation in Italien – von April bis Juni schaffte die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone im Vergleich zum Jahresanfang kein Wachstum, so das nationale Statistikamt Istat nach endgültigen Berechungen. Damit hinkt das Land dem Währungsraum deutlich hinterher, wo die Wirtschaftsleistung im Schnitt um 0,3 Prozent zulegte.

Im abgelaufenen Quartal sorgte allein der Export für Schwung, während die Inlandsnachfrage leicht abbremste. Die Ausgaben der öffentlichen Hand dämpften die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. Auch der private Konsum und die Investitionen konnten die Wirtschaft nicht anschieben.

Dies bedeutet einen Rückschlag für Ministerpräsident Matteo Renzi, der Italien nach drei Jahren Rezession und einem leichten Wachstum 2015 wirtschaftlich wieder auf Kurs bringen will. Renzi hatte zuletzt gehofft, dass es doch noch einen geringen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Frühjahr gegeben haben könnte.

Die Regierung peilt für 2016 nichtsdestotrotz rund 1,2 Prozent Wachstum an, nach plus 0,8 Prozent im vorigen Jahr.

Gleichzeitig drängte EZB-Direktor Yves Mersch Italien auf eine Lösung des Problems der faulen Kredite in den Bilanzen vieler Banken – Stichwort Insolvenzregeln.

“Das muss entschlossen angegangen werden”, sagte der Notenbanker am Rande einer Veranstaltung in Cernobbio in Norditalien. Mersch zufolge sind die vielen Problemdarlehen eine Hinterlassenschaft der letzten Krisenjahre. Italiens Banken ächzen unter einem Berg an faulen Krediten von geschätzt 360 Milliarden Euro.

Mersch deutete an, dass Reformen dem Land hier Entlastung bringen könnten. “In Italien gibt es sicherlich Fragen hinsichtlich der Umsetzung von Insolvenzregeln”, sagte er. Zudem sei es schwieriger als in anderen Ländern, eingesetzte Sicherheiten zu verwerten.

su mit Reuters

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