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Erdgas: Südosteuropa wird vernetzt

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Erdgas: Südosteuropa wird vernetzt

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BRUA soll Südosteuropas Gasversorgung diversifizieren. BRUA steht für “Bulgarien, Rumänien, Ungarn und Österreich” – das Projekt soll Mitteleuropa künftig mit Erdgas aus dem kaspischen Raum und dem Schwarzen Meer beliefern.

Die Europäische Kommission und die Energieminister aus 12 EU-Ländern haben ein regionales Kooperationsabkommen unterzeichnet, für den Βau des rumänischen Teils des Pipelinenetzes.

Miguel Arias Cañete, EU-Kommissar für Klimaschutz und Energie:

“Also, wir bilden ein Netzwerk. Keine große traditionelle Pipeline, aber kleinere Pipelines mit Richtungsumkehr, in denen das Gas nach Süden, Osten, Westen fließen kann. Die Region wird mehr Energiequellen zur Verfügung haben und billigere Energie.”

Gasfunde vor der Schwarzmeerküste, die Tiefseebohrungen eines Konsortiums rund um Exxon Mobile und der rumänischen OMV-Tochter Petrom bestätigten, lassen Bukarest schon vom künftigen Erdgasexport träumen. BRUA könnte dieses Gas bis nach Österreich schicken.

Erst mal muss das Land aber aufgrund von EU-Gesetzen eine Transitgasleitung vom Dörfchen Isaceea an der ukrainischen Grenze zum Verteilerpunkt Negru-Voda an der bulgarischen Grenze, die bislang russisches Gas über die Ukraine transportierte, für andere Betreiber neben dem russischen Staatsmonopolisten Gazprom öffnen.

Victor Vlad Grigorescu, rumänischer Energieminister:

“Diese Pipeline bekommt eine bedeutende finanzielle Unterstützung von der Europäischen Union durch den sogenannten Mechanismus der Vorhaben im gemeinsamem Interesse. Das sind rund 180 Millionen Euro, dazu kommen vom rumänische Netzbetreiber mindestens 220 Millionen Euro. Neben der Energiesicherheit bedeutet das Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum.”

Südost- und Osteuropa sind am anfälligsten bei einem Ausfall der Gaszufuhr, das hatte ein Stresstest der EU-Kommission ergeben.

Beatrix Asboth, Euronews, Budapest:

“Der Eiserne Vorhang ist seit über 25 Jahren weg, aber die Abhängigkeit des östlichen Europa vom russischen Gas ist geblieben. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen der vergangenen Jahre ist es sehr wichtig, ein Netzwerk von Pipelines zu bauen, um den Energiemarkt in der Region so schnell wie möglich zu diversifizieren. “

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