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Kalter Krieg: Tupolew-Bomber aus Russland fliegen bis Bilbao

Russische Kampfflugzeuge fliegen bis Bilbao und lösen Einsatz spanischer F-18 aus.

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Kalter Krieg: Tupolew-Bomber aus Russland fliegen bis Bilbao

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Die Presse in Spanien berichtet von erstaunlichen Zwischenfällen im Luftraum über dem nordspanischen Bilbao. Dort sind Ende September zwei F-18 Kampfjets der spanischen Luftwaffe aufgestiegen, um zwei russische Tupolew-Bomber vom spanischen Luftraum fernzuhalten. Der Tupolev Tu160-Langstreckenbomber ist das größte Kampfflugzeug der Welt und wird von Russland auch zur Bombardierung in Syrien eingesetzt.

Das französische Verteidigungsministerium hatte offenbar die spanischen Kollegen gewarnt. Die Franzosen sprachen von einem “provokanten Zwischenfall der Blackjacks”, wie die russischen Tupolev-Langstreckenbomber auch genannt werden.

“Um 13 Uhr 57 sind zwei Rafales aus Tours gestartet, um 100 Kilometer von der Küste der Bretagne entfernt zwei Blackjacks aus dem französischen Luftraum hinauszubegleiten”, heißt es in einer am 4.10.2016 veröffentlichten Presseerklärung der französischen Streitkräfte.

Die russischen Kampfflugzeuge kamen aus dem Norden. Laut AFP waren insgesamt vier Staaten damit beschäftigt, die russischen Bomber aus ihrem Luftraum heraus zu eskortieren: Norwegen, Großbritannien, Frankreich und Spanien. Auch Island legte gegen die russischen Flugrouten Protest ein, weil die Bomber einer von Reykjavik gestarteten Passagiermaschine gefährlich nahe gekommen waren.

“El Pais” zeigt eine Karte mit der Flugroute der Tupolev Tu160 von Norwegen bis Spanien.

Schon seit Monaten gibt es immer wieder Zwischenfälle mit russischen Militärflugzeugen über der Ostsee.