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Russlands "Jein" zu geringerer Ölfördermenge provoziert Saudi-Arabien

War nicht so gemeint – einen Tag, nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin von einem Einfrieren oder gar Verringern der Ölfördermenge gesprochen hat, sagte der russische Energieminister Alexander N

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Russlands "Jein" zu geringerer Ölfördermenge provoziert Saudi-Arabien

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War nicht so gemeint – einen Tag, nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin von einem Einfrieren oder gar Verringern der Ölfördermenge gesprochen hat, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak nach Medienberichten (Nachrichtenagentur “Tass”), Russland werde sich nicht an einer möglichen Senkung der Ölfördermenge beteiligen.

Amin H. Nasser, Vorstandschef von Saudi Aramco:

“Die Öl- und Gasindustrie wurde vom Zusammenbruch ihrer Erträge erschüttert, von Arbeitsplatzverlusten und Firmenpleiten. Also, wenn die Marktschwäche anhält, rechnen wir damit, dass bis zum Ende dieses Jahrzehnts Investitionen in neue Förderprojekte für rund 900 Milliarden Euro verzögert oder storniert werden.”

2018 soll das Staatsunternehmen Saudi Aramco beim größten Börsengang der Welt teilprivatisiert werden – da wären höhere stabile Ölpreise hilfreich.

Seit Mitte 2014 sind die Ölpreise wegen Überangebots im Keller. Mit der Unterstützung des Nicht-Mitglieds Russland will der von Saudi Arabien dominierte Produzentenverband OPEC weniger Öl fördern, um die Preise anzuheben.

Igor Setschin, Chef des größten russischen Öl-Produzenten Rosneft, lehnt eine Kürzung der russischen Produktion ab.

Der Ölförderverband OPEC hatte Ende September in Algier beschlossen, die tägliche Produktion auf bis zu 33 Millionen Barrel zurückzufahren. Die Entscheidung soll im November bei einem informellen Treffen bestätigt werden. Verteilt werden auch Quoten für einzelne Länder.

Russland ist kein Mitglied der OPEC. Laut Wirtschaftsministerium könnte Russland im laufenden Jahr 545 Millionen Tonnen Öl fördern, 2 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet noch mindestens bis Mitte 2017 mit einem weltweiten Öl-Überangebot.

su mit dpa