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UNHCR: Mittelmeer-Flucht immer gefährlicher


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UNHCR: Mittelmeer-Flucht immer gefährlicher

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, schlägt Alarm: Auf dem Seeweg nach Italien kommen immer mehr Flüchtlinge ums Leben.

Seit Januar sind nach Angaben der UN mindestens 3.800 Menschen beim Versuch über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen ertrunken. Es ist zu befürchten, dass der Rekord des Vorjahres deutlich übertroffen wird. Das sei umso alarmierender, da die Zahl der Flüchtlinge zurückgegangen ist. Das heißt, die Überfahrt ist gefährlicher geworden. Jeder 47. Flüchtling kommt ums Leben.

Die Türkei fordert unterdessen ein Ende des Nato-Flüchtlingseinsatzes in der Ägäis. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach sich jedoch für eine Fortsetzung der Operation aus: “Es ist wichtig zu verstehen, dass die Präsenz der Nato in der Ägäis vorteilhaft ist. Es ist eine Platform für eine verstärkte Kooperation zwischen der Türkei – einem Nato-Mitglied, das nicht der EU angehört – und Griechenland. Und es fördert die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und der EU.”

Mit Blick auf die Flüchtlingsroute von Libyen über das Mittelmeer nach Italien beschloss die Nato, den EU-Einsatz “Sophia” zur Rettung von Migranten zu unterstützen. Das Bündnis will Schiffe und Flugzeuge in die Region senden.

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