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Neue Giftgasvorwürfe gegen Rebellen in Aleppo


Syrien

Neue Giftgasvorwürfe gegen Rebellen in Aleppo

Das russische Militär hat den Rebellen in der umkämpften syrischen Großstadt Aleppo zum zweiten Mal binnen weniger Tage den Einsatz von Giftgas vorgeworfen. Durch Gas oder Chlor seien 30 syrische Regierungssoldaten verletzt worden, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Die Geschosse mit den Substanzen seien am Sonntagabend aus dem von Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt abgefeuert worden. 

Das Verteidigungsministerium forderte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen – OPCW – in Den Haag auf, aktiv zu werden. Bereits Ende vergangener Woche hatte Moskau ähnliche Vorwürfe erhoben. Das Oppositionsbündnis in Aleppo dementierte.

Die Vereinten Nationen haben gemeinsam mit der OPCW bereits mehrere mutmaßliche Giftgaseinsätze der vergangenen Jahre in Syrien untersucht. In einem Bericht vom August kamen sie zu dem Schluss, dass die syrische Regierung in zwei Fällen Chlorgas eingesetzt habe. Einmal habe die Terrormiliz Islamischer Staat in der Nähe von Aleppo Senfgas eingesetzt. Am vergangenen Freitag verurteilte die OPCW den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien und veranlasste “zusätzliche Inspektionen an ausgewählten Orten in Syrien”.

Die russische Armee unterstützt die Regierungstruppen in Syrien, hat aber zur Zeit die Luftangriffe in und um Aleppo ausgesetzt.

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