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Türkische Regierung setzt weitere Bürgermeister ab


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Türkische Regierung setzt weitere Bürgermeister ab

Die türkische Polizei hat den Bürgermeister der Stadt Van, Bekir Kaya, festgenommen. Die Behörden werfen ihm Nähe zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor. Bewohner der Millionenstadt protestierten gegen das Vorgehen. Es kam zu Auseinandersetzung mit der Polizei, die Wasserwerfer und Tränengas einsetzte.

Auch in drei weiteren Städten im kurdisch geprägten Südosten des Landes wurde die Stadtverwaltung abgesetzt. Betroffen seien Mardin, Tunceli und Siirt, teilte das Innenministerium mit. Gegen den schon am Mittwoch festgenommenen Bürgermeister von Siirt wurde inzwischen wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in der PKK Haftbefehl erlassen.

In Van, Siirt und Tunceli gehören die Bürgermeister der kurdischen Partei DBP an, des kommunalen Ablegers der im Parlament vertretenen HDP. Der prokurdische Bürgermeister von Mardin ist parteilos.

Damit steigt die Zahl der kurdischen Gemeinden unter Zwangsverwaltung auf 30. Bereits im September hatten die türkischen Behörden in zahlreichen kurdischen Gemeinden die gewählten Bürgermeister abgesetzt und eigene Verwalter eingesetzt. Darunter ist die Kurdenmetropole Diyarbakir, deren Bürgermeister in Untersuchungshaft sitzen.

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