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Bolivien: Schlimmste Trockenheit seit 25 Jahren

In Bolivien herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit 25 Jahren.

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Bolivien: Schlimmste Trockenheit seit 25 Jahren

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In Bolivien herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit 25 Jahren. Die Regierung rief am Montag den Notstand aus. Präsident Evo Morales ist persönlich mit auf der Suche nach neuen Quellen. Hier besucht er ein Wasserreservoir, das die Hauptstadt La Paz mit Wasser versorgen soll. Und er trifft auf protestierende Bauern. Sie protestieren, weil Wasser fehlt und sie ihre Felder nicht ausreichend versorgen können.

Die drei wichtigsten Wasserspeicher für La Paz sind fast leer. Der wichtigste, Ajuan Khota, ist nur zu einem Prozent gefüllt.

125.000 Familien sind von der Trockenheit betroffen. Die Regierung hat die Trinkwasserversorgung rationiert. Schulen müssen zwei Wochen früher schließen, um dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen.

Seit mehr als zwei Wochen ist die Wasserversorgung von La Paz unterbrochen. Viele Viertel haben kein Wasser oder werden nur stundenweise versorgt. Viele werden den Wasserbetrieben Korruption vor. Und die Regierung habe keinen Plan.

Evo Morales selbst weist einen Teil der Verantwortung an die Wasserbetriebe, aber nicht nur. “Leider wurden wir nie durch die Wasserbehörde EPSAS vorgewarnt. Ich will niemanden beschuldigen. Wir tragen die Schuld. Ich entschuldige mich bei den Bewohnern von La Paz.”

Zwischen 30 und 50 Prozent der bolivianischen Gletscher sind wegen des Klimawandels seit den Siebzigerjahren verschwunden. Die Gletscher sind eine wichtige Wasserquelle für das Land. Bis 2030 werden zwei der Eisezungen, die die Hauptstadt mit Wasser versorgen, verschwunden sein.