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4. Dezember: Italien bereitet sich auf Verfassungsreferendum vor

Italien bereitet Verfassungsreferendum vor

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4. Dezember: Italien bereitet sich auf Verfassungsreferendum vor

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Am 4. Dezember findet in Italien das vielbeachtete Verfassungsreferendum statt. Der Anführer der Oppositionspartei Fünf-Sterne-Bewegung, Beppe Grillo, hatte Regierungschef Matteo Renzi zuletzt als “verwundete Wildsau” bezeichnet und gesagt, die Befürworter der Verfassungsreform seien “Serienkiller” von Italiens Kindern.

“Sagt Nein zu dem, was ihr nicht wollt”, schreit er seinen Fans zu.

Matteo Renzi hat für den Fall eines Neins mit seinem Rücktritt gedroht. Dies sei nun die Zeit, endlich an die längst schon überfällige Verfassungsreform zu gehen, sagte Renzi.

Bei einem Nein wird eine Regierungskrise befürchtet, die auch an den Märkten Turbulenzen auslösen könnte. Derzeit liegen die Gegner in Umfragen vorne.

Der Chef des Autobauers Fiat Chrysler Automobiles, Sergio Marchionne, erwartet von dem anstehenden Referendum in Italien weniger Auswirkungen auf die Finanzmärkte als manche befürchten. “Der Markt wird sich anzupassen wissen”, sagte der Top-Manager am Donnerstag auf einer Autobauer-Veranstaltung in der italienischen Stadt Cassino. “Es ist eine überschaubare Situation.” Marchionne schlug sich auf die Seite der Befürworter der Reform. “Mir wird schlecht von der Debatte: Beleidigungen, absurde Sachen, (…) ich hoffe, es wird ein positives Ergebnis sein.”