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Twitter-Fragestunde - EZB riskiert Kontakt mit der Kundschaft


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Twitter-Fragestunde - EZB riskiert Kontakt mit der Kundschaft

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‘Was Sie schon immer wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten’ – von der Europäischen Zentralbank. Als die EZB den Hashtag #askECB losließ,

kamen nicht nur Anfragen zu Tiramisu-Rezepten

und die Aufforderung eines Pseudo-Wolfgang Schäuble, die aktuelle Geldschwemme zu beenden.

Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré beantwortete eine halbe Stunde lang Fragen wie “was ist Helikopter-Geld” –

- “ein nicht gut definiertes Konzept, das wahrscheinlich mit der Fiskalpolitik ins Gehege kommt. Nie diskutiert.”

Oder “Haben Sie die Beschlüsse von März 2016 jemals bereut” – damals beschloss die EZB, pro Monat 80 Milliarden Euro durch Wertpapierkäufe in den Geldkreislauf zu pumpen.

Antwort:

“Die Maßnahmen waren wirksam bei der Abwehr des Deflationsrisikos und brachten die Wirtschaft besser in die Spur. Je ne regrette rien! – Ich bereue nichts”

Auf eine nächste Runde – bisher nicht angekündigt – warten
noch nicht öffentlich beantwortete heikle Fragen wie:

“Wie mißt die EZB ihren Erfolg”

oder “Hallo @ecb, wie kann eine einzige Geldpolitik für alle (SEHR) verschiedenen Länder der Eurozone gleichzeitig funktionieren?”

“Warum braucht Ihr Boss so lange, um simple ‘Ja-oder-Nein’-Fragen zu beantworten?”

und “Was ist Geld?”

Sander Loones von der flämischen Unabhängigkeitspartei “Nieuw-Vlaamse Alliantie” machte aus dem EZB-Aufruf gar eine Umfrage:

“Sind Sie besorgt, dass das QE (quantitative easing, stark expansive Geldpolitik) Blasen in unseren Volkswirtschaften erzeugt, Sparen und Renten unsicher macht und die Ungleichheit vertieft?”

Ein EZB-Sprecher schloss weitere ähnliche Twitter-Auftritte nicht aus: Das Ereignis eine neue Art und Weise, mit denen zu interagieren, die der Bank aus der Nähe folgen.

Sigrid Ulrich

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