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Amri: Vom Brandstifter zum Attentäter


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Amri: Vom Brandstifter zum Attentäter

Die Sicherheitsbehörden in Italien und Deutschland atmen auf, dass der gesuchte Terrorverdächtige nun nicht mehr morden kann. Die kriminelle Karriere des Anis Amri entwickelte sich von Brandstiftung zum Dschihad.

Er kam 2011 über das Mittelmeer nach Italien und hielt sich zunächst in einem Zentrum für Migranten auf Sizilien auf. Wegen Brandstiftung wurde er zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Dann kam er nach Deutschland. Er sollte nach Tunesien abgeschoben werden, hatte aber keine Papiere. Marokkanische Sicherheitsbehörden hatten deutsche Kollegen im September bereits vor Anschlagsplänen des mutmaßlichen Terroristen Anis Amri gewarnt.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin aus Sicherheitskreisen gingen die Meldungen damals zeitgleich an den Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundeskriminalamt (BKA).

Im Dorf Oueslatia in Tunesien, wo Amris Familie ein Haus hat, sagte die Mutter des mutmaßlichen Attentäters unterdessen: “Ich habe vier Söhne, aber jetzt zähle ich ihn nicht mehr als meinen Sohn. Das sind schlimme Nachrichten, die ich da höre. Wir wollen wissen, ob er das wirklich war. Das ist nicht mehr mein Sohn. Er ist ein Verräter. Er hat uns und Tunesien verraten.”