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Zur Not auch ohne USA: Asien hält an TPP fest

Japan hält an der geplanten transpazifischen Freihandelszone (TPP) weiter fest. Australien und Neuseeland wollen das Abkommen ohne die USA in Kraft setzen oder um China und andere Staaten erweitern.

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Zur Not auch ohne USA: Asien hält an TPP fest

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Japan hält trotz der Absage des neuen US-Präsidenten Donald Trump an der geplanten transpazifischen Freihandelszone (TPP) weiter fest. Seine Regierung werde versuchen, die USA doch noch zum Umdenken bewegen zu können, erklärte der japanische Ministerpräsident Schinzo Abe im Unterhaus.

Meinung

Wir wollen mehr Möglichkeiten, mehr Märkte

Malcom Turnbull Ministerpräsident, Australien

“Ich denke, Präsident Trump erkennt die Bedeutung von freiem und fairem Handel. Ich werde hartnäckig an die USA appellieren, die strategische und wirtschaftliche Bedeutung von TPP zu verstehen”, erklärte Abe.





Die transpazifische Partnerschaft TPP war das Kernstück der amerikanischen Asien-Politik unter Präsident Obama. Australien und Neuseeland wollen das Abkommen retten, indem es entweder ohne die USA in Kraft tritt, oder um China und andere Staaten erweitert wird. Darüber wollen sie mit den anderen TPP-Staaten sprechen.

“Wir wollen mehr Möglichkeiten, mehr Märkte. Wir haben bereits ein Freihandelsabkommen mit China. Selbstverständlich gibt es Potential für einen chinesischen Beitritt zu TPP”, betont der australische Ministerpräsident Malcom Turnbull.

Das TPP-Abkommen wurde vergangenes Jahr von zwölf Staaten aus dem Asien-Pazifik-Raum einschließlich der USA unterzeichnet, ist aber noch nicht in Kraft getreten. Bislang hat es nur das japanische Parlament ratifiziert.

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