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HSBC: Mark Tucker wird neuer Aufsichtsratschef


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HSBC: Mark Tucker wird neuer Aufsichtsratschef

Europas größte Bank, die britische HSBC, hat einen neuen Vorsitzenden für den Verwaltungsrat gefunden. Das Amt übernimmt im Oktober ein Außenseiter in der Bankenbranche: Mark Tucker, der bisher vor allem in der Versicherungsbranche tätig war. Derzeit leitet er den asiatischen Versicherungskonzern AIA. Tucker folgt auf Douglas Flint, der noch in diesem Jahr zurücktreten will. Die Börse in Hongkong, einem der Hauptmärkte der HSBC, nahm die Nachricht positiv auf.

Auf Tucker warten große Aufgaben: die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden für HSBC, um Stuart Gulliver zu ersetzen. Denn auch der hat für 2018 seinen Rückzug angekündigt. Mit Flint und Gulliver endet eine der am längsten andauernden Managerpartnerschaften in der Bankenwelt.

Vor allem aber macht der Bank – und damit künftig auch Tucker – ein turbulentes politisches Umfeld zu schaffen: Donald Trumps neue protektionistische Handelspolitik, der Brexit, der die HSBC mit Sitz in London ganz direkt betrifft, das sind die Themen, die Mark Tuckers Agenda prägen werden.

Die HSBC hat bereits einen Milliardenbetrag auf das Europa-Geschäft abgeschrieben. Das führte mit zu einem Verlust von unterm Strich 4,4 Milliarden Dollar im Schlussquartal. Die Bank hatte bereits im dritten Quartal wegen der verlustreichen Trennung vom Brasilien-Geschäft ein Minus eingefahren.

Die HSBC mit 235 000 Beschäftigten arbeitet mit einem Konzernumbau gegen das schwierige Umfeld an. Sie zog sich aus weniger lukrativen Märkten zurück und baute Zehntausende Stellen ab, was aber zunächst ins Geld geht. Gleichwohl sind Erfolge der Maßnahmen schon sichtbar. So sanken die Ausgaben für Mitarbeiter und Verwaltung 2016 deutlich. Die HSBC hob ihr Sparziel auf jährlich 6 Milliarden Dollar an.

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