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EU bereitet sich auf die Brexit-Verhandlungen vor


Redaktion Brüssel

EU bereitet sich auf die Brexit-Verhandlungen vor

Obwohl die Regierung in London Ende März das Verfahren zum Austritt aus der EU auslösen will, sind noch sehr viele Fragen offen. Ob ein Austritt ohne eine Vereinbarung mit der Europäischen Union für Großbritannien negative Folgen haben könne, wurde der für den Brexit zuständige britische Minister David Davis vor einem Ausschuss gefragt. Noch könne er dazu keine Einzelheiten nennen, so Davis. In einem Jahr sei das sicher möglich. Manche Leute hätten Angst davor, wozu es jedoch keinen Grund gäbe. Auch sei es nicht so einfach, wie manche dächten.

Der Brexit war auch im Europaparlament in Straßburg ein Thema. Der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, warnte vor einem Scheitern künftiger Verhandlungen: “Keine Vereinbarung wäre schlimm für alle, doch vor allem für das Vereinigte Königreich, weil damit viele Dinge ungelöst blieben. Drohungen können uns nicht einschüchtern, sie verfangen einfach nicht. Unser Ziel ist eine reibungslose Trennung und ein gutes Rahmenabkommen für die Zukunft.”

Der deutsche liberale Europaabgeordnete Alexander Graf Lambsdorff unterstrich: “Draußen ist draußen und drinnen ist drinnen. Sobald Großbritannien ausgetreten ist, gehört es nicht mehr dazu. Ich denke nicht, dass es eine Vereinbarung geben wird, die ihm Privilegien zusichert, ohne Teil unserer Gemeinschaft zu sein und ohne die Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofes anzuerkennen.”

Das Europaparlament entsendet den Chef der Liberalen, Guy Verhofstadt, als Unterhändler in die Brexit-Gespräche. Dieser schlug vor kurzem vor, den Briten auch nach dem Austritt Reisefreiheit zu gewähren.

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Redaktion Brüssel

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