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Keine Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland mehr


Türkei

Keine Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland mehr

Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) hat erklärt, sie wolle bis zum Referendum keine Auftritte türkischer Politiker in Deutschland mehr organisieren.

Die UETD gilt als verlängerter Arm der Regierungspartei AKP.

Die Auftritte von Ministern der AKP, die nach Europa gekommen sind, haben zu großen diplomatischen Verwicklungen geführt – Nazi-Vergleiche inklusive.

Dies hielt den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan allerdings nicht davon ab, nun alle Europäer als Faschisten zu bezeichnen: “Das Europa von heute ist so grausam und faschistisch wie das des Zweiten Weltkriegs. Das Europa von heute ist mittelalterlich und sieht die Türken und den Islam als Feinde an.”

Auf einer Pressekonferenz mit dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel sagte Vize-EU-Kommissionspräsident Frans Timmermans, die Nazi-Vergleiche könnten nicht hingenommen werden.

Er erklärte: “Diese europäische Solidarität gibt es. Die Äußerungen den Deutschen gegenüber, den Niederländern gegenüber von Präsident Erdogan sind unzulässig. Wir wollen nicht mit Nazis verglichen werden.”

Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hatte mehrmals gegen die Nazi-Vergleiche protestiert.

Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten gab an, sie wolle mit dem Stopp von Wahlkampfauftritten in Deutschland deeskalierend wirken.

Um das Verhältnis zwischen der Türkei und der EU geht es auch im euronews-Interview mit dem Präsidenten des Europaparlaments.

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