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Macron und Le Pen wirtschaftlich betrachtet


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Macron und Le Pen wirtschaftlich betrachtet

Hot Topic Mehr zu Präsidentschaftswahl in Frankreich 2017

Welche Wirtschaftsprogramme bieten die beiden französischen Präsidentschaftskandidaten an? Welches sind in ökonomischer Hinsicht die Eckpunkte ihrer Politik?

Grob gesagt: Emmanuel Macron ist für den Euro, Freihandel und die Globalisierung – Marine Le Pen ist dagegen.

Sie wolle den Franzosen ihre Souveränität zurückbringen, betont die Vorsitzende des Front National – auch wirtschaftlich und finanzpolitisch. Bereits 2011 sagte Le Pen: “Der Euro ist tot! Er hat sich nicht bewährt und ist nicht überlebensfähig! Das ist nicht dramatisch, wir müssen das nur akzeptieren.”

Le Pen peilt bis 2022 eine Reduzierung des Staatsdefizits auf 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes an. Neue Arbeitsverträge für Ausländer sollen mit einer Sondersteuer belegt werden, für bestimmte Importwaren sollen zusätzliche Zölle anfallen.

Emmanuel Macron will mit einem 50-Milliarden-Euro-Investitionspaket die Wirtschaft ankurbeln und spricht sich für einen Haushalt der Euro-Länder aus, der von einem Wirtschafts- und Finanzminister des Euro-Raumes überwacht wird.

“Wir werden jeden Einzelnen schützen, doch wir müssen ein Land sein, das für Innovation und für Neues offen ist. Denn das liegt in unseren Genen”, so Macron.

Das Staatsdefizit soll Macrons Plänen zufolge im von der EU vorgegebenen Rahmen von drei Prozent bleiben, er will die Körperschaftssteuer senken, die Staatsausgaben zurückfahren und die Arbeitslosenquote unter sieben Prozent drücken.

Zu seiner Zeit als Wirtschaftsminister legte Macron 2014 ein Reformpaket vor, das landesweit Demonstrationen auslöste und das die sozialistische Regierung mit Hilfe eines Sonderparagraphen der Verfassung (Artikel 49, 3) durchdrückte.-

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