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Nach dem Öl die Touristen: Der Nahe Osten baut auf den Fremdenverkehr


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Nach dem Öl die Touristen: Der Nahe Osten baut auf den Fremdenverkehr

Während der Osterfeiertage hatten die Urlaubsorte in Ägypten einen kräftigen Anstieg der Zahl der Feriengäste zu verzeichnen. Und dennoch ist man noch weit von den Zahlen aus dem Jahr 2010 entfernt, als 14 Millionen Touristen in das nordafrikanische Land strömten. 2016 waren es 5,5 Millionen.

Hisham El Demery vom ägyptischen Fremdenverkehrsverband erläutert: “Eine der größten Herausforderungen des Landes in den vergangenen Jahren war die Imagefrage – wie unser Land richtig dargestellt wird.”

Die Länder des Nahen Ostens erwarten bis zum Jahr 2030 den Hochrechnungen der Welt-Tourismus-Organisation zufolge 195 Millionen Feriengäste. Das soll zahlreiche Arbeitsplätze schaffen – wie etwa im Sultanat Oman.

“Wir haben verschiedene Formen des Fremdenverkehrs und müssen uns sowohl auf den Familientourismus, den Kulturtourismus und den Abenteuertourismus konzentrieren”, so Maitha Al Mahrouqi vom Tourismusministerium Omans.

In Dubai, der größten Stadt in Omans Nachbarland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, findet 2020 die Weltausstellung statt. Dieses Ereignis soll Gäste in Scharen anlocken.

Issam Kazim ist in Dubai bei einer Marketingfirma angestellt, die auf Fremdenverkehr und Handel spezialisiert ist. “20 Millionen bis 2020 ist eine erste Marke. Natürlich bauen wir eine Menge Infrastruktur: Vergnügungsparks, Hotels, Straßen, das Nahverkehrsnetz und die Verbindungen zum Flughafen. Von all dem wird die Weltausstellung 2020 profitieren”, meint er.

2015 machte der Fremdenverkehr 8,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Vereinigten Arabischen Emirate aus, bis 2026 soll dieser Wert auf über elf Prozent steigen.

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