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"Dschihadisten von nebenan": Khuram Butt (27) und Rachid Redouane (30)


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"Dschihadisten von nebenan": Khuram Butt (27) und Rachid Redouane (30)

Die britische Polizei hat am Montagabend die Identitäten von zwei der mutmaßlichen Angreifer von der London Bridge bekanntgegeben und zwei Fotos veröffentlicht.

Einer der Männer ist der in Pakistan geborene Khuram Butt (27), der in Barking im Osten von London lebte. Er hörte auf den Spitznamen “Abz” und war Vater von zwei Kindern.

Doch wie auch das Wall Street Journal schreibt, war Khuram Butt in einem fast 50 Minuten langen Dokumentarfilm zu Dschihadisten in London zu sehen. In der Doku “The Jihadi Next Door” (Der Dschihadist von nebenan) für Channel 4 zeigt Jamie Roberts islamistische Prediger, die in Grossbritannien die Sharia – das islamische Recht – einführen wollen.

Laut der britischen Presse wussten sowohl die Polizei als auch der Geheimdienst MI5 von der möglichen Radikalisierung von Khuram Butt. Von seinen Anschlagsplänen war aber nichts bekannt.

Einige Nachbarn berichten, sie hätten Angst vor Khuram Butt gehabt. Und einige erklären, sie hätten seine islamistischen Tendenzen bei der Polizei gemeldet, aber auf die Anzeige sei nicht reagiert worden.

Butt soll Muslime, die keinen Bart tragen, als Ungläubige bezeichnet und beleidigt haben.

Unter der Weste trum Fussball-Fan Khuram Butt ein Arsenal-T-Shirt, er soll bei KFC und bei den Londoner Verkehrsbetrieben gearbeitet haben.

Laut DailyMail starb Khuram Butt Vater, als der Sohn 12 war.

Der Mann auf dem zweiten Foto ist Rachid Redouane (30). Er soll als Konditor gearbeitet und sowohl einen marokkanischen und als auch einen libyschen Pass haben. Er lebte laut THE GUARDIAN mit seiner irischen Frau Charise Ann O’Leary – die zu den Frauen gehört, die am Sonntag in Barking festgenommen wurden – zuvor in Dagham. Die beiden sollen 2012 in Irland geheiratet und sich vor sechs Monaten getrennt haben. Um die Erziehung der gemeinsamen Tochter soll es Streit gegeben haben. Seine Frau sei nicht zum Islam übergetreten, berichtet eine Freundin der Frau dem Guardian.

Rachid Redouane soll den Namen Rachid Elkhdar benutzt und sich 6 Jahre jünger gemacht haben.

Die Polizei hat inzwischen bekanntgegeben, dass alle in den vergangenen Tagen festgenommenen Personen wieder freigelassen wurden.



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