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Nach Londononer Brandkatastrophe: US-Firma stellt Verkauf von Dämmplatten für Hochhäuser ein

Damit reagiert die US-Firma Arconic auf den verheerenden Brand vor knapp zwei Wochen, bei dem mindestens 79 Menschen ums Leben kamen.

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Nach Londononer Brandkatastrophe: US-Firma stellt Verkauf von Dämmplatten für Hochhäuser ein

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Der Hersteller der Fassadenverkleidung, die in dem abgebrannten Londoner Grenfell Tower verwendet wurde, hat den weltweiten Verkauf der Dämmplatten für Hochhäuser eingestellt. Damit reagiert die US-Firma Arconic auf den verheerenden Brand vor knapp zwei Wochen, bei dem mindestens 79 Menschen ums Leben kamen. Die Ermittler vermuten, dass sich das Feuer über die Außenverkleidung des 24-stöckigen Sozialbaus binnen kürzester Zeit stark ausbreiten konnte. Ein defekter Kühlschrank hatte den Brand entfacht.

Derweil werden in Großbritannien immer mehr Baumängel an Hochhäusern bekannt. Die Zahl der Gebäude, die bei Sicherheitstests durchfielen, stieg auf mittlerweile 75, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Montagabend unter Berufung auf den für Kommunen zuständigen Minister Sajid Javid berichtete. Ein Mitarbeiter der Regierung bestätigte auf Anfrage, dass damit alle 75 bislang überprüften Gebäude durchgefallen seien. Betroffen sind nicht nur Gebäude in London, sondern auch in anderen Kommunen. Insgesamt sollen bei 600 Hochhäusern die Fassadenverkleidungen untersucht werden.

Am Freitagabend hatten bereits rund 4000 Menschen vier Hochhäuser im Norden Londons wegen Brandgefahr räumen müssen. Die Feuerwehr hatte in den 22-stöckigen Gebäuden im Stadtteil Camden eine ganze Reihe von Sicherheitsmängeln festgestellt: unter anderem brennbare Fassaden, Fehler bei der Isolierung von Gasleitungen und das Fehlen von Brandschutztüren.