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Volksabstimmung in Venezuela: Opposition sieht sich bestätigt


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Volksabstimmung in Venezuela: Opposition sieht sich bestätigt

In Venezuela hat sich rund ein Drittel der Wahlberechtigten an der symbolischen Volksabstimmung gegen die Verfassungspläne der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolas Maduro beteiligt. Das teilte der von der Opposition eingesetzte Präsident der venezolanischen Nationalversammlung Julio Borges in der Nacht mit. In Caracas feierten Regierungsgegner das Ergebnis als Sieg.

Mehr als 7,1 Millionen Menschen gingen zur Urne. Insgesamt waren 19 Millionen Venezolaner wahlberechtigt. Die Abstimmung für eine Verfassungsreform war von der Opposition angesetzt worden, die das Parlament kontrolliert.

“Mit den heute abgegebenen Stimmen hat das venezolanische Volk zahlenmäßig für die Abwahl von Nicolas Maduro gestimmt”, sagte Borges.

Die Regierung erkennt die Wahl nicht an. Während der Abstimmung kam es zu Gewaltausbrüchen. Unbekannte eröffneten von Motorrädern aus das Feuer auf Wähler. Eine Frau wurde getötet, vier Personen wurden verletzt. Die Opposition machte paramilitärische Gruppen aus dem Umkreis der Regierung für den Angriff verantwortlich.

Die Opposition wirft Präsident Maduro vor, mit der neuen Verfassung diktatorische Vollmachten anzustreben und das Parlament entmachten zu wollen.