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US-Verbrauchern sitzt der Dollar locker

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US-Verbrauchern sitzt der Dollar locker

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Die US-Wirtschaft hat sich nach einer Schwächephase zu Jahresbeginn im Frühjahr wieder gefangen. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 2,6 Prozent, so das Handelsministerium auf Basis vorläufiger Zahlen. Experten hatten mit einem Plus in dieser Höhe gerechnet.

Zu Jahresbeginn hatte das BIP nur um revidiert 1,2 Prozent zugelegt – sogar weniger als die Euro-Zone.

Nun drückten vor allem die US-Verbraucher auf die Tube. Sie gaben im zweiten Quartal 2,8 Prozent mehr aus, nach plus 1,9 Prozent zu Jahresbeginn.


„Der private US-Konsum kommt in Schwung, was angesichts der guten Beschäftigungssituation auch nicht verwundern muss. Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“, so Ökonom Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank.

Im zweiten Quartal investierten auch die Unternehmen 8,2 Prozent mehr in Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungen – das stärkste Plus seit dem dritten Quartal 2015.

Das Wachstum im Rahmen der Erwartungen konnte Börsianern zufolge Zweifel an einer US-Zinserhöhung in absehbarer Zeit nicht zerstreuen. Der Euro baute seine Gewinne aus und stieg von 1,1721 auf 1,1752 Dollar. Die US-Notenbank Fed hatte nach zwei Straffungen eine weitere Zinsanhebung für dieses Jahr ins Auge gefasst, aber diese Woche einstimmig den Satz unverändert gelassen.

su mit Reuters