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Erdogan kündigt Offensive in Syrien an

An der Grenze zusammen gezogene Truppen sind nicht beteiligt, aber Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“, die unter türkischer Führung in den vergangenen Monaten ausgebildet wurden.

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Erdogan kündigt Offensive in Syrien an

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Bei schweren Luftangriffen und Bodenkämpfe sind in Syrien hunderte Zivilisten getötet worden. Krankenhäuser, Schulen und flüchtende Zivilisten wurden laut internationalem Roten Kreuz attackiert. Zentren sind Homs, Raqqa, Deir es Zor und vor allem Idlib. Russland hatte in der vergangenen Woche massive Luftangriffe in der Rebellenprovinz geflogen, die zum Sammelbecken geflüchteter Kämpfer geworden ist. Dominiert wird Idlib vom radikal-islamistische Bündnis Haiat Tahrir al-Scham, zu dem unter anderem die ehemalige Al-Nusra-Front, ein Al-Kaida Ableger gehört. Türkische Kommandoeinheiten und gepanzerte Fahrzeuge sind an der Grenze in Stellung gebracht worden, von der Türkei unterstützte Rebellen bereiten sich auf die Rückeroberung der Rebellenprovinz Idlib vor.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Beginn einer neuen türkisch-geführten Offensive in der syrischen Provinz Idlib bekannt gegeben: “Heute hat eine wichtige Operation in Idlib begonnen, weil dort unsere Brüder sind, die aus Aleppo vor der Gewalt nach Idlib geflohen sind.” Vorerst seien keine türkischen Truppen an der Intervention beteiligt, sondern Kämpfer der „Freien Syrischen Armee“, die unter türkischer Führung in den vergangenen Monaten im Norden der Provinz Aleppo ausgebildet wurden.

Der IS steht Dank der Kurden und Amerikaner mit dem Rücken zur Wand, die Syrische Armee und Luftwaffe schiessen sich jetzt auf Idlib ein, nachdem sich Rebellen aller Fraktionen im vergangenen Jahr aus anderen Kampfgebieten gegen freien Abzug in sogenannte Deeskaltionszonen wie Idlib zurückgezogegen hatten.