Eilmeldung

Eilmeldung

Show-Schlachtung der 130-Kilo-Sau: Alles doch nicht so schlimm?

Eher lehrreich als schockierend fanden Beobachter die öffentliche Schlachtung in Sissach in der Schweiz.

Sie lesen gerade:

Show-Schlachtung der 130-Kilo-Sau: Alles doch nicht so schlimm?

Schriftgrösse Aa Aa

Viele Journalisten waren extra nach Sissach bei Basel gereist, denn die “Show-Schlachtung” von Metzger Rolf Häring (50) hatte im Vorfeld für heftige Debatten gesorgt. Mit mehreren Mitarbeitern hat Häring dann am Samstagmorgen schon vor 8 Uhr mit der Schlachtung einer 130 Kilo schweren Sau begonnen – und die Vorgänge vom Bolzenschuss bis zur Wurstverarbeitung dem Publikum Schritt für Schritt erklärt. Das Töten durfte nicht fotografiert oder gefilmt werden.

Die meisten Beobachter waren kritisch interessiert. Eine junge Frau sagte laut BLICK: “Die Leute sollten wieder ein Gefühl dafür bekommen, woher das Fleisch überhaupt herkommt”.

In der Nähe des Zeltes protestierten dann doch etwa 20 Tierschützer gegen die öffentliche Schlachtung. “Tiere fühlen, Tiere leiden” oder “Ihr Schmerz für euren Genuss” stand auf ihren Plakaten.

Wer die Realität der Fleischproduktion sehen wolle, gehe besser in ein Schlachthaus, meinte der Schweizer Tierschutz (STS). Er argwöhnte, dass die Metzgerei mit dem öffentlichen Töten nur Schaulustige anziehen wollte.

Im Vorfeld hatte es kontroverse Diskussionen gegeben.

Die Journalistin Helen Obrist hat die Metzgete miterlebt und genau beschrieben, ihre Bilanz lautet Wie ich mich vor der Schlachtung in Sissach fürchtete – und eines Besseren belehrt wurde. Zum abendlichen Wurstessen wollte diese Beobachterin dann aber doch lieber nicht mehr…