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Opel: Sanierung ohne Kündigungen

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Opel: Sanierung ohne Kündigungen

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Opel will sich ohne betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen sanieren. Das teilten die Chefs des angeschlagenen Autoherstellers und des Mutterkonzerns PSA am Unternehmenssitz in Rüsselsheim mit. Die französische PSA-Gruppe hatte Opel im August übernommen und das deutsche Management mit einem Sanierungsplan beauftragt.

Zu diesem gehöre die Reduzierung von Kosten in allen Bereichen, auch bei den Lohnkosten, so der Opel-Vorstandsvorsitzende Michael Lohscheller. “Das ist nötig und unvermeidbar”, sagte er weiter. “Aber wir werden dabei bedacht und auf verantwortungsvolle Art vorgehen.” Und eines sei von Anfang an klar gewesen: “Opel wird eine deutsche Marke bleiben.”

Um die Lohnkosten zu verringern, sind Abfindungen, Vorruhestandsregelungen, Altersteilzeit oder Kurzarbeit in einigen Bereichen geplant. Bis Ende 2018 gilt für Deutschland ohnehin Kündigungsschutz – wie dieser ab 2019 gestaltet wird, muss noch verhandelt werden. Zudem will Opel in Zukunft verstärkt PSA-Technologien nutzen, um effizienter zu werden. Ziel ist es, die Herstellungskosten pro Auto um 700 Euro zu senken. Das Unternehmen kündigte zudem eine Exportoffensive an, mit der bis 2022 rund 20 neue Märkte erschlossen werden. Unter der Ägide des vorherigen Besitzers General Motors hatte Opel seit 1999 keinen Jahresgewinn mehr geschafft.