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"Alles Geld der Welt" - Plummer statt Spacey

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"Alles Geld der Welt" - Plummer statt Spacey

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Eine wahre Begebenheit: Der neue Thriller "Alles Geld der Welt" von Ridley Scott (Gladiator, Alien) erzählt die Geschichte der spektakulären Entführung des reichen Erben John Paul Getty III - gespielt von Charlie Plummer - im Italien der 70er Jahre. Sein Großvater, der US-Milliardär J. Paul Getty, weigerte sich zunächst, das Lösegeld zu zahlen.

Die Rolle des "alten Gettys" sollte eigentlich Kevin Spacey übernehmen. Doch nachdem Vorwürfe sexueller Belästigung gegen den US-Schauspieler bekannt geworden waren, wurde er aus dem Film herausgeschnitten. Seinen Part bekam der kanadische Oscar-Preisträger Christopher Plummer (Beginners).

"Kevin Spacey ist cool, das ist sein Stil. Sogar wenn er emotional spielt, ist das cool, es ist ziemlich kalt", sagt Regisseur Scott. "Wenn man den ungewöhnlichen Charme Christopher Plummers auf diese manchmal wirklich harte Sprache anwendet, macht es das irgendwie viel interessanter."

Der Kanadier war eigentlich Scotts erste Wahl, aber die Studio-Chefs wollten einen größeren Namen auf dem Filmplakat und entschieden sich für Spacey.

Bei der Premiere im kalifornischen Beverly Hills, waren sowohl die Hauptdarsteller Michelle Williams und Mark Wahlberg als auch Plummer dabei - In neun Tagen spielte der 88-Jährige alle Szenen, in denen Spacey vorkam, nach. Das kostete rund zehn Millionen Dollar. "Gott sei Dank wurde ich am Theater ausgebildet. Ich musste in der Lage sein, meine Zeilen schnell herunterzurattern. Wir hatten keine Zeit, uns vorzubereiten oder so", erklärt Plummer auf der Premiere.

Der Film hat bereits mehrere Nominierungen, darunter drei für die Golden Globes. Das Entführungsdrama kommt Mitte Februar in die deutschsprachigen Kinos. US-Start ist mit ein paar Tagen Verspätung am 25. Dezember.

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