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Todesstrafe für IS-Dschihadisten aus Europa: Werden Franzosen heimgeholt?

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Todesstrafe für IS-Dschihadisten aus Europa: Werden Franzosen heimgeholt?

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Frankreich will zukünftig eingreifen, wenn französische Staatsbürger im Irak oder in Syrien wegen Mitgliedschaft in einer dschihadistischen Gruppe zum Tode verurteilt werden.

Justizministerin Nicole Belloubet erklärte: "Natürlich wird Frankreich eingreifen, wenn es um die Todesstrafe geht". Sie präzisierte, dass man dann jeden Einzelfall mit den entsprechenden Staaten verhandeln wolle. Die Verhandlungen würden auch eine mögliche Überstellung der Angeklagten nach Frankreich einschließen.

Der französische Staatsanwalt Francois Molins geht davon aus, dass sich rund 680 französische Staatsangehörige, darunter 295 Frauen in der betreffenden Region aufhielten.

Ein irakisches Gericht hatte eine öffentliche Debatte ausgelöst, nachdem es eine deutsche Frau aus Mannheim mit marokkanischen Wurzeln zum Tod durch Erhängen verurteilt hatte. Lamia K. war aus Mannheim mit ihren beiden Töchtern nach Syrien und danach in den Irak gereist. Dort hatte sie sich für die IS-Miliz engagiert. Die Töchter verheiratete sie mit IS-Kämpfern. Im Zuge der Befreiung Mossuls wurde sie zusammen mit weiteren Deutschen verhaftet und nach Bagdad überstellt.

In Deutschland wird eher darüber beraten, wie Frauen, die sich dem sogenannten IS angeschlossen haben, härter bestraft werden können.

Im Irak hatten die IS-Dschihadisten große Gebiete im Norden und im Westen des Landes überrannt und auch die Kontrolle über einige Regionen im Bürgerkriegsland Syrien gewonnen. 2014 hatte ihr Anführer Abu Bakr al-Baghdadi ein "Kalifat" ausgerufen.

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