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Weiterhin Massenflucht aus Ost-Ghouta

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Die Massenflucht aus Ost-Ghouta geht weiter: Wegen der anhaltenden Angriffe auf das belagerte syrische Rebellengebiet sind erneut Tausende Menschen aus der umkämpften Zone nahe Damaskus geflohen. Bis zu 40.000 Zivilisten verließen laut dem syrischen UN-Botschafter zuletzt durch einen neuen Sicherheitskorridor in der Stadt Hamouria die Region.

"Das verlangt Handeln, die Welt ist besorgt und schaut zu."

Staffan de Mistura UN-Sonderbeauftragter für Syrien

Per Video erstattete der UN-Sonderbeauftragte Staffan de Mistura dem UN-Sicherheitsrat in New York Bericht und mahnte an, die Waffenruhe nicht nur stückweise umzusetzen:

"Wir sind Zeuge von Entwicklungen mit erheblichen Auswirkungen am Boden. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen. Das verlangt Handeln, die Welt ist besorgt und schaut zu. Deeskalation muss an die Stelle der im Moment beobachteten klaren Tendenz zur Eskalation treten", forderte er.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte setzte Russland am Freitag seine Luftangriffe auf Ost-Ghouta fort. Dabei seien mindestens 80 Zivilisten getötet worden. Allein in dem umkämpften Gebiet nahe der Hauptstadt Damaskus gab es in den vergangenen Wochen knapp 2000 Opfer.

Die syrische Armee und ihre verbündeten Kräfte eroberten nach eigenen Angaben 70 Prozent des Territoriums zurück,

Die Regierung startete ihre Offensive gegen Ost-Ghouta vor einem Monat. Unterstützt von Russland und dem Iran stießen die Regierungstruppen tief in das Gebiet vor und teilten die Rebellenenklave in drei Zonen.