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IS übernimmt Verantwortung für Anschlag im belgischen Lüttich

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IS übernimmt Verantwortung für Anschlag im belgischen Lüttich

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Nach dem tödlichen Angriff auf zwei Polizistinnen und einen Passanten im belgischen Lüttich hat der sogenannte "Islamische Staat" die Verantwortung übernommen. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 31-jährigern zum Islam konvertierten Belgier, einen Freigänger aus dem Gefängnis. Der Attentäter hatte nach den Schüssen eine Person als Geisel genommen und war von der Polizei erschossen worden. Die Geisel lebt. Zwei Polizisten waren beim Schusswechsel mit Benjamin H. verletzt worden.

Eric Van Der Sypt, Sprecher der Staatsanwaltschaft, erklärte: "Die ersten Elemente der Ermittlungen zeigen, dass es sich um einen Terrorangriff handeln könnte. Die Art und Weise des Angriffs ist der Modus Operandi, zu dem der IS in seinen Botschaften im Internet auffordert, also Polizisten mit einem Messer angreifen und ihnen dann die Dienstwaffen wegnehmen. Und auch, dass er 'Allah Akbar' rief."

Vielleicht einen Fehler gemacht

Diese Haftanstalt hatte der Mann als Freigänger verlassen. Warum durfte er das Gefängnis verlassen? Justizminister Koen Geens sagte: "Ist es ein ausreichendes Zeichen der Radikalisierung, wenn jemand sich mit einer bestimmten Person trifft, wenn er an Gruppengebeten teilnimmt, können wir ihn dann als gefährlichen Terroristen einstufen. Wir beantworteten diese Frage mit Nein. Vielleicht haben wir einen Fehler gemacht."

Laut den Ermittlern hatte der Mann wegen seiner Kontakte zu Islamisten auf einer Überwachungsliste der Polizei gestanden. Er war wegen Raub, Gewalt und Drogenhandel verurteilt.

Justizminister: Vielleicht einen Fehler gemacht