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NGO: Libysche Küstenwache ließ Kind und Frauen auf offener See zurück

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NGO: Libysche Küstenwache ließ Kind und Frauen auf offener See zurück

NGO: Libysche Küstenwache ließ Kind und Frauen auf offener See zurück
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Die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms erheben schwere Vorwürfe gegen die libysche Küstenwache. Sie sollen zwei geflüchtete Frauen und ein Kind auf offener See ihrem Schicksal überlassen haben, weil diese nicht zurück nach Libyen gebracht werden wollten.

Eine Frau konnte von den spanischen Seenotrettern der Organisation Open Arms in Sicherheit gebracht werden, für das Kind und die andere Frau kam jede Hilfe zu spät.

Open-Arms-Chef Oscar Camps sagt: “Ich verurteilte die Aktion der libyschen Küstenwache, die offenbar nicht wusste, wie man mit einer Notsituation umgeht. Sie haben ein Kind und zwei Frauen auf den Trümmern eines Bootes zurückgelassen, das sie zuvor selbst zerstört hatten. Das sind sie unmittelbaren Folgen, wenn man NGOs, die Leben retten, die Arbeit auf dem Mittelmeer verbietet.“

Auch der spanische NBA-Spieler Marc Gasol war an der Rettungsaktion der Open Arms beteiligt. Er machte auf Twitter seiner „Frustration, Wut und Hoffnungslosigkeit“ Luft.

Libyen weist Vorwürfe zurück

Die libysche Küstenwache weist die Anschuldigungen als Lüge zurück. Man habe alle 158 Personen an Bord des Flüchtlingsschiffs gerettet – und niemanden zurückgelassen. Entsprechende Berichte seien „lächerlich.“

Eine RTL-Reporterin, die an Bord des Schiffs der libyschen Küstenwache war während der Rettung sagte, die Besatzung habe gute Arbeit geleistet.

Ob Menschen zurückgelassen wurden, sagte sie in der Pressemitteilung nicht.