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Ukraine: Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Russland

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Von Euronews  mit dpa
Ein ukrainischer Soldat neben einem Militärfahrzeug in Kramatosrk, Ostukraine
Ein ukrainischer Soldat neben einem Militärfahrzeug in Kramatosrk, Ostukraine   -   Copyright  Vadim Ghirda/AP Photo   -  

Russland hat eine großangelegte Militäroperation gegen die Ukraine gestartet. Nach Angaben des ukrainischen Grenzschutzes haben mehrere Panzer-Kolonnen von russischem Territorium aus die Grenze überquert.

Präsident Wladimir Putin hatte am frühen Morgen die Militäroperation in den Regionen Luhansk und Donezk offiziell angeordnet. Russland strebe die Entmilitarisierung und die Entnazifizierung der Ukraine an, so der Kreml-Chef.

Die Separatisten haben die Einnahme von zwei Kleinstädten in der Ostukraine gemeldet. Es handele sich dabei um Stanyzja Luhanska und um Schtschastja, teilten die Separatisten mit. Demnach sind Truppen über den Fluss Siwerskyj Donez vorgedrungen, der bisher die Frontlinie bildete. Die Behörden in Kiew bestätigten zugleich das Vordringen der prorussischen Kräfte auf das von ukrainischen Regierungstruppen kontrollierte Gebiet.

Die russische Armee sei zu den Orten Milowe und Horodyschtsche auf ukrainisches Gebiet vorgestoßen, teilte das Innenministerium in der Hauptstadt Kiew mit. Zudem seien Munitionslager im westukrainischen Gebiet Chmelnyzkyj und im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk mit Raketen angegriffen worden.

In der westukrainischen Stadt Luzk sei ein Fernsehturm zerstört worden. Außerdem wurden den Angaben zufolge Kasernen der ukrainischen Streitkräfte im westukrainischen Gebiet Winnyzja und nahe der Hauptstadt Kiew angegriffen. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

24.02.2022
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In diesem Ticker finden Sie weitere Informationen zu Russlands Krieg in der Ukraine
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Die Angriffe auf Kiew und Charkiw dauern an. Und Videos von Gesprächen mit russischen Soldaten gehen viral: "Hier war Frieden, bevor Sie gekommen sind"
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FC Schalke 04 gibt Gazprom den Laufpass

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Die Türkei verbietet Kriegsschiffen die Durchfahrt durch den Bosporus und die Dardanellen. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu verwies auf den Vertrag von Montreux von 1936. Dieser schränkt Durchfahrt der Meerengen in Kriegszeiten ein. 
Zur Zeit warten vier russische Kriegsschiffe in der Türkei auf die Weiterfahrt.

Dardanelles Strait · Turkey

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28.02.2022
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Heftige Explosionen in Kiew
Während die Delegationen der Ukraine und Russlands über eine Lösung verhandeln, greifen russsische Truppen an diesem Abend offenbar die ukrainische Hauptstadt an. In Kiew sind Explosionen zu hören und zu sehen. Das berichten Menschen in den sozialen Netzwerken und verschiedene ukrainische Medien.
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Netto stellt Verkauf von Waren aus Russland ein 

Die Supermarktkette Netto, die vor allem im Norden und Osten Deutschlands vertreten ist, boykottiert russische Waren. Damit folgt sie ihrem dänischen Mutterkonzern, Salling Group. In Deutschland, Dänemark und Polen würden bereits seit Samstag keine Waren mehr aus Russland mehr angeboten. Dies betreffe rund 15 Artikel, darunter Süßwaren, Fertiggerichte und Spirituosen wie Wodka.

28.02.2022
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Hackerangriff auf russische Medien: "Das ist nicht unser Krieg"
Hacker haben am Montag die Internetseiten mehrerer russischer Staatsmedien und Tageszeitungen manipuliert. Auf den Internetseiten der Kreml-freundlichen Tageszeitung "Iswestija", der staatlichen Nachrichtenagenturen Tass, Ria Nowosti, Kommersant und des Magazins Forbes Russia tauchte für einige Minuten eine Botschaft auf, in der ein Ende der russischen Invasion gefordert wurde. Das Banner mit Absender des Hackerkollektiv "Anonymous" lautete: "Wir fordern Sie dringend auf, diesen Wahnsinn zu stoppen, schicken Sie Ihre Söhne und Ehemänner nicht in den sicheren Tod. Putin bringt uns zum Lügen und bringt uns in Gefahr".

Ukraine: Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Moskau

In einer emotionalen Ansprache an die Nation wies der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Behauptungen Moskaus zurück, dass Kiew eine Bedrohung für Russland darstelle und plädierte für Frieden: "Ich habe mich um ein Telefongespräch mit dem Präsidenten der Russischen Föderation bemüht. Das Ergebnis war: Schweigen", so Selenskyj.

Um Mitternacht wurde in der Ukraine der Ausnahmezustand verhängt. Die Regierung hat damit weitere Befugnisse, wie etwa die Durchsetzung von Ausgangssperren. Zudem ist es den Bürgern gestattet, Schusswaffen zu tragen.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Ukraine alle diplomatischen Beziehungen mit Russland abbricht.

Appell von UN-Generalsekretär Guterres

Bereits in der Nacht zum Dienstag, nach Moskaus Anerkennung der beiden ukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk als unabhängige Staaten, war der UN-Sicherheitsrat in New York zusammengekommen.

Bei einer kurzfristig anberaumten Dringlichkeitssitzung hatte UN-Generalsekretär António Guterres noch vor einem drohenden Einmarsch Russlands in die Ukraine appelliert: "Ich habe nur eines, aus tiefstem Herzen, zu sagen – Präsident Putin, halten Sie Ihre Truppen davon ab, die Ukraine anzugreifen, geben Sie dem Frieden eine Chance. Holen Sie ihre Truppen zurück nach Russland.“

Der Zeitpunkt der Einmarschankündigung Russlands in die Ukraine, noch während der Sitzung des Sicherheitsrates wurde verurteilt. So kritisierte die amerikanische UN-Botschafterin Thomas-Greenfield, dass zu der Zeit, als man sich im Rat versammelt habe, um Frieden zu suchen, Putin eine Kriegsbotschaft übermittelt habe.