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Odessa: Kloster wird zum Zufluchtsort für Senioren - und Katzen

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Von Euronews  mit AFP
Das älteste Kloster in Odessa ist ein Zufluchtsort für alte Menschen
Das älteste Kloster in Odessa ist ein Zufluchtsort für alte Menschen   -   Copyright  AFP

In Odessa bereitet man sich auf den russischen Einmarsch vor. Viele verlassen die Stadt und vertrauen ihre Eltern, für die eine lange Flucht nicht in Frage kommt, dem ältesten Kloster der Stadt an. Das St. Michaels Kloster ist so zu einem Zufluchtsort für die Verletzlichsten geworden. Doch die Mittel sind bereits knapp, schon bevor der Krieg die strategisch wichtige Hafenstadt im Süden der Ukraine eingeholt hat.

Ordensschwester Serafim erklärt, dass sie schon ältere Menschen, die noch gut zu Fuß sind, ablehnen musste, weil es nicht ausreichend Platz für alle älteren Menschen gebe.

Neben der Versorgung der Senior:innen werden auch zurückgelassene Haustiere, allen voran Katzen, zum Problem:

"Viele Menschen, die die Stadt verlassen haben, haben uns ihre Haustiere gebracht. Wir wissen nicht, was wir mit ihnen tun sollen. Täglich kommen neue Katzen an, mehrere Dutzend am Tag, weil sie sie nicht mitnehmen können."

Noch strahlen die blauen Gebäude mit ihren goldenen und grauen Kuppeln über der Stadt, doch die wachsende Sorge vor einem russischen Angriff ist spürbar.

Das Kloster liegt nicht weit vom Meer entfernt in einer Gegend, die im Falle eines russischen Angriffs gefährdet ist. Viele Bewohner der Nachbarschaft sind seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine weggezogen.

Die Stadt Odessa, der wichtigste Hafen der Ukraine, stellt für Moskau ein strategisches und symbolisches Ziel dar. Der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj hatte am Sonntag erklärt, dass sich die russischen Streitkräfte auf eine Bombardierung der Stadt vorbereiteten.