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Krieg in der Ukraine treibt Russen auf die Straßen: Etwa 700 Festnahmen

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Von Euronews  mit AP
Festnahmen bei Protesten gegen Mobilmachung in Jekatarinburg in Russland
Festnahmen bei Protesten gegen Mobilmachung in Jekatarinburg in Russland   -   Copyright  Screenshot AP Video   -  

In Moskau sind etwa 300 Menschen, die am Mittwochabend gegen Russlands Krieg in der Ukraine protestiert hatten, festgenommen worden. In insgesamt 36 russischen Städten gab es Protestaktionen.

Auch in Jekatarinburg - der viertgrößten Stadt Russlands nach Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk - sind zahlreiche Menschen festgenommen worden, weil sie nach der von Präsident Wladimir Putin verkündeten Teilmobilmachung gegen die Entscheidung des Präsidenten protestiert hatten.

Vor allem junge Leute wurden von Sicherheitskräften abgeführt und zu einem Bus gebracht.

Jekatarinburg im Ural hat mehr als 1,4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner und ist eine bedeutende russische Universitätsstaat.

AP Photo
Festgenommene sitzen in einem Bus der Sicherheitskräfte in JekatarinburgAP Photo

Viele der festgenommene jungen Russen und Russinnen machten auf dem Live-Video der Nachrichtenagentur AP keinen besonders eingeschüchterten Eindruck.

Der russische Staatschef Wladimir Putin und sein Verteidigungsminister Sergei Schoigu hatten am Mittwochmorgen eine Teilmobilmachung von etwa 300.000 Reservisten angekündigt. Nach den Verlusten von Russlands Armee im Krieg in der Ukraine war mit einem solchen Schritt gerechnet worden. Gerüchten zufolge sollte sogar eine generelle Mobilmachung verkündet werden. 

Zunächst sollen aber nur erfahrene Reservisten in den Krieg in die Ukraine geschickt werden.

In den vergangenen Wochen war sogar in den staatlichen russischen Medien Kritik an Russlands Krieg in der Ukraine zu hören gewesen.