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Tieroasen in Dubai

Tieroasen in Dubai
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Weltweit sind immer mehr Tierarten vom Aussterben bedroht. Die Vereinigten Arabischen Emirate stärken den Tierschutz durch Gesetze und Ökosysteme wie den Grünen Planeten in Dubai. Es gibt eine überraschende Tiervielfalt in der Wüste.

Überraschende Biodervisität

Von Haustieren bis hin zu seltenen und exotischen Rassen - Dubai und die Vereinigten Arabischen Emirate erlassen Gesetze und schaffen Schutzgebiete, um den Tierschutz zu verbessern, der oberste Priorität hat.

"In der Wüste erwartet man Kamele oder Antilopen, vielleicht Falken", meint euronews-Reporter James O'Hagan. "Aber im Tierschutzreservat Al Marmoom wimmelt es buchstäblich von Biodiversität: Es gibt Hunderte von verschiedenen Vogelarten, Säugetieren und Reptilien."

Dubai hat in der Wüste ein Netzwerk von Seen angelegt, die Al-Qudra-Seen anglegt. Dort leben unter anderem 170 Vogelarten, einschließgefährdeter Arten von der Roten Liste wie der Steppenadler und die Asiatische Kragentrappe.

Saoud Faisal ist Wildhüter im riesigen Reservat, er sagt: "Das Reservat umfasst 20 Prozent der Gesamtfläche Dubais. Anfangs was es nur eine Wüste mit den einheimischen Tieren. Inzwischen haben wir mehr als 50 Oasen geschaffen und festgestellt, dass wir mit den von uns gebauten künstlichen Seen, die Umweltbilanz kontrollieren können."

Schutz gefährdeter Arten

Den von der Regierung Dubais geschaffenen Lebensraum haben zum Beispiel Flamingos besiedelt. Im Schutzgebiet findet man auch Tiere, die in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht waren: Die 1972 als ausgestorben geltende Arabische Oryx-Antilope wurde durch Zuchtprogramme in Gefangenschaft und erfolgreiche Auswilderung in Dubai und in verschiedenen Gebieten der VAE gerettet.
"In den Achtziger und Neunziger Jahren wurde sie übermäßig gejagt", erzält der Wildhüter. "Die Arabische Oryx war ein Nahrungsmittel. Heute gilt sie als Teil der geschützten Tierwelt."

Inzwischen gibt es wieder eine gesunde Population, die nach einer Zählung aus dem vergangenen Jahr mehr als 500 Tiere umfasst.

Tropisches Indoor-Ökosystem

Die neuen Gesetze gelten auch für seltene und exotische Tiere, die in Ökosystemen wie dem Grünen Planeten gehegt und gepflegt werden:

"In den VAE wird Tierschutz ernstgenommen", so Manal Almansoori, Direktorin Yanni Animal Welfare. "Bereits 2007 gab es Tierschutzgesetze. aber erst 2016 entwickelte man ein Bewusstsein für den Schutz der Tiere. Die Regierungen der VAE entwickelten Regeln für das Wohlergehen und die Würde der Tiere."

Das Ökosystem ist eine Attraktion für Touristen: "Der Grüne Planet wurde als idealer Lebensraum für tropische Pflanzen und Tiere inmitten der Dubaier Wüste konzipiert. Es gibt eine große Artenvielfalt, viele verschiedene Vögel, wir haben Säugetiere wie unsere zweizehigen Faultiere und viele Eidechsen wie unsere grünen Leguane, unseren Basilisk", erzählt Sara Steven vom Grünen Planeten: _"Manchmal verstehen sich Tiere einfach untereinander, egal welchen Arten sie angehören. So wie hier zu meiner Rechten, da bleiben eine Smaragdbaumboa und ein madagassischer Tag-Gecko zufällig zusammen, sie sitzen sogar übereinander, weil sie beide eine feuchte Umgebung mögen."
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Der jüngste Zuwachs im Grünen Planeten ist ein Plumplori. Das Männchen wurde auf den Namen "Einsamer" getauft. Aber der nachtaktive Primat blieb nicht lang allein. "Er wurde gerettet und zu uns in den Grünen Planeten gebracht", so Sara Steven. "Es ist eine stark gefährdete Tierart, also suchten wir nach einer Gefährtin für ihn. Da wussten wir noch nicht, dass uns ein ein paar Monate später ein weiblicher Plumplori gebracht werden würde. Das sind Tiere, die sich ein Leben lang treu bleiben. Die beiden wurden zusammengebracht, sie verstehen sich hervorragend, das zeigt ihr Verhalten und Ineresse aneinander, sie haben sich auf viele verschiedene Weisen kennengelernt - darüber sind wir sehr glücklich und warten darauf, ob wir in Zukunft vielleicht ein Baby Plumplori haben werden."

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