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Dubai Airshow zeigt die Trends in der Luftfahrt

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Dubai Airshow zeigt die Trends in der Luftfahrt
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Interplanetarische Ambitionen lassen die Investitionen in die Luft- und Raumfahrt in die Höhe schnellen. Auf der Dubai Airshow 2019 werfen wir einen Blick auf die neuesten Technologien, sprechen mit Experten und Entscheidungsträgern der Luft- und Raumfahrtindustrie und besuchen einige der 1300 Aussteller, die rund 90.000 Besucher anziehen. Dort werden Milliarden Euro umgesetzt. Das ist das Thema dieser Target-Folge:

Flugzeug-Industrie - ein Milliardengeschäft

Fluggesellschaften wollen ihre Flotten mit sicheren und umweltfreundlichen Flugzeugen erweitern. Es herrscht ein harter Wettbewerb unter den Flugzeugherstellern mit den Konkurrenten Airbus und Boeing im Mittelpunkt. Airbus - der europäische Luft- und Raumfahrtriese hatte die Nase vorn, als Gastgeber Emirates 50 ihrer A350 mit extrabreitem Rumpf orderte.

"Dieser Auftrag hat einen Wert von 16 Milliarden Dollar zum Listenpreis inklusive Rolls Royce Trent WXB Motoren", erklärt Sheikh Ahmed Bin Saeed Al Maktoum, Geschäftsführer Emirates Group: "Emirates wird einen Auftrag über 30 Boeing 787-9 Dreamliner im Wert von 8,8 Milliarden US-Dollar unterzeichnen."

Nach Abstürzen in Indonesien und Äthiopien hebt der Boeing 737 Max Jet seit März nicht mehr ab, der Bau wurde vorerst eingestellt. Charlie Miller von der Unternehmenskommunikation Boeing: "Das Flugzeug hebt wieder ab, wenn die US-Luftfahrtbehörde und andere Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt uns bestätigen, dass der Betrieb sicher ist."

Trotzdem wurden bei Boeing noch 60 dieser Jets bestellt. Rund 46 Milliarden Euro wechselten während der Flugshow den Besitzer. Boeing steht mit rund 16 Milliarden Euro an Aufträgen hinter Airbus: Das Unternehmen konnte Geschäfte im Wert von 19 Milliarden Euro tätigen.

Dubai: Historisches Jahr für die Weltraumforschung

Für die Vereinigten Arabischen Emirate war es auch ein historisches Jahr für die Weltraumforschung: "Im vergangenen Jahr haben wir erstmals einen in den Vereinigten Arabischen Emiraten entwickelten Satelliten ins All geschossen. Ein weiterer Meilenstein in den Monaten September und Oktober war die Vorstellung von Hassa al-Mansuri. Er ist der erste Astronaut der Vereinigten Arabischen Emirate, der dritte Araber im Weltraum und der erste Araber, der zum Team der Internationalen Raumstation gehört", sagt Salem Al Marri.

euronews-Reporter James O'Hagan traf den Astronauten zum Gespräch:"Zuerst einmal, willkommen zurück auf der Erde. Wie war die Jungfernfahrt im All?"

Hassa al-Mansuri:"Es war eine tolle Erfahrung, an diesem einzigartigen Projekt zur Erforschung des Weltraums teilzunehmen und zum Team der Internationalen Raumstation zu gehören."

Euronews:"Sie waren mit Astronauten aus der ganzen Welt zusammen. Haben sie sich verstanden?"

Hassa al-Mansuri:"Ja auf jeden Fall, besonders mit dem italienischen ESA-Astronauten Luca Parmitano, den ich auf der ISS traf. Ich glaube, er hat mich in einem seiner Berichte erwähnt."

Euronews:"Wie schnell sind Sie unterwegs?"

Hassa al-Mansuri:"28.000 Kilometer pro Stunde: In 24 Stunden erlebt man rund 16 Sonnenauf- und -untergänge."

Die Vereinigten Arabischen Emirate nehmen auch den Mars ins Visier und bei dem Projekt spielen Frauen eine große Rolle: "Dass es ein arabisches Land gibt, das wirklich in den Bau von Satelliten für Mars und den Weltraum investiert ist, ist faszinierend. Und wenn man mehr Frauen in diesem Bereich sieht, heißt das, dass wir etwas richtig machen", so Diana Alsindy, Antriebsentwicklungs-Ingeneurin bei Virgin.

Und Salem Al Marri ergänzt: "Über 50% der Ingenieure im Zentrum sind Frauen und etwa 80% unserer Wissenschaftsteams werden von Frauen geleitet, insgesamt haben wir einen Frauenanteil von 80%."

Nur wenige haben die Möglichkeit, die Erde vom Weltraum aus zu betrachten. Und viele von ihnen meinten, dass es ihre Sicht auf das Leben für immer verändert hat - so wie Hassa al-Mansuri:

"Ich war im All und habe jetzt mehr Wertschätzung für die Erde: Friedlich, schön ohne Grenzen, ohne Ländernamen, man sieht nur blaue Ozeane, Berge und man staunt einfach über diese Aussicht. Wir haben wirklich Glück, hier auf unserem Planeten zu leben."