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Militärintervention Saudi-Arabiens im Jemen

Saudi-Arabien hat im Machtkampf im Jemen eingegriffen. In der Nacht zum Donnerstag bombardierte die Luftwaffe Stellungen der Huthi-Rebellen beim Flughafen der Hauptstadt Sanaa an.

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Militärintervention Saudi-Arabiens im Jemen

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Saudi-Arabien hat im Machtkampf im Jemen eingegriffen. Zusammen mit Luftwaffeneinheiten aus den Golfstaaten, Marokko und dem Sudan griff die saudische Luftwaffe in der Nacht zum Donnerstag Stellungen der Huthi-Rebellen beim Flughafen der Hauptstadt Sanaa an. Mindestens 13 Menschen wurden bei den Luftangriffen getötet.

Saudi Arabien betonte, der Militäreinsatz sei vor dem Beginn mit den USA abgestimmt worden, das US-Militär jedoch nicht an den Luftangriffen beteiligt.

Die USA gewähren Saudi-Arabien und dessen Verbündeten im Kampf gegen die Huthi-Rebellen im Jemen logistische und geheimdienstliche Unterstützung.

Ägypten bekundete seine Bereitschaft, Bodentruppen zur Verfügung zu stellen. Die Arabische Liga begrüßte die saudische Militärintervention: “Diese militärische Operation erfolgte nach dem Scheitern aller Versuche, den Staatsstreich der Huthis zu beenden, nach ihrer Entschlossenheit, die Schritte gegen die konstitutionelle Legitimität und den Willen des jemenitischen Volkes zu eskalieren”, erklärte Generalsekretär Nabil a-Arabi.

Der Iran verurteilte das Eingreifen Saudi-Arabiens in scharfer Form. Das verschlechtere die Lage in der gesamten Region.

“Militärische Aktionen, insbesondere militärische Aktionen von außerhalb des Jemen werden kein anderes Ergebnis haben als Blutvergießen und das Abschlachten des jemenitischen Volkes”, sagte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif.

Ein Sprecher der Huthis bezeichnete die saudischen Angriffe als Kriegserklärung. Damit könne sich der Konflikt im Jemen zu einem Regionalkrieg auswachsen. In Saana demontierten mehrere tausend Menschen gegen die saudische Intervention.

Die schiitischen Huthi beherrschen seit Monaten große Teile des Nordjemens sowie die Hauptstadt Sanaa. In den vergangenen Tagen drangen sie dann bis kurz vor die südjemenitische Hafenstadt Aden vor, in die sich der von ihnen gestürzte Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi geflüchtet hatte.