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IS-nahe Gruppierung bekennt sich zu Anschlag in Karatschi

Mit Schnellfeuerwaffen töteten Islamisten mindesten 43 Ismailiten, die in einem Bus in Karatschi unterwegs waren. Unter den Toten sind mindestens 16 Frauen.

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IS-nahe Gruppierung bekennt sich zu Anschlag in Karatschi

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Zu dem Anschlag auf einen Bus in Pakistan hat sich die IS-nahe Gruppierung Jundullah bekannt.

Meinung

Ein grausamer Akt von Terrorismus.

Sechs Männer hatten den Bus aufgehalten und mit Schnellfeuerwaffen offenbar wahllos auf die Fahrgäste geschossen, die mehrheitlich der schiitischen Minderheit der Ismailiten angehörten. Unter den Toten sind mindestens 16 Frauen. Nach Polizeiangaben war der Bus auf dem Weg zu einer Moschee, als er in der südpakistanischen Hafenstadt überfallen wurde. Die Attentäter flohen auf Motorrädern.

Pakistans Premierminister Nawaz Sharif verurteilte die Tat, sie sei ein “ein grausamer Akt von Terrorismus” und ziele drauf ab, Chaos in Pakistan zu verbreiten. Er versicherte der ismailitischen Gemeinde, dass die “Terroristen” verfolgt würden.

Jundullah, eine Splitterfraktion der pakistanischen Taliban, schwor im November der IS-Miliz die Treue.

Karatschi hat rund 20 Millionen, überwiegend sunnitische Einwohner. Es kommt dort immer wieder zu religiös oder politisch motivierter Gewalt. In Pakistan wurden laut Menschenrechtlern im vergangenen Jahr allein über 140 Anschläge auf Minderheiten verübt.