Eilmeldung

Eilmeldung

Griechenland-Krise: Keine Lösung in Sicht

Vor den Kameras geben sie sich zuversichtlich: Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras war vor dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs

Sie lesen gerade:

Griechenland-Krise: Keine Lösung in Sicht

Schriftgrösse Aa Aa

Vor den Kameras geben sie sich zuversichtlich: Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras war vor dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Eurozone bei EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der sagte, es habe Fortschritte gegeben, ohne Details zu nennen.

Meinung

Dies ist ein verlorener Tag.

Weniger fröhlich die Stimmung bei vielen Finanzministern der Eurozone, die ebenfalls gerade in Brüssel zum Thema Griechenland tagten. Finnlands Finanzminister Alex Stubb sagte vor dem Treffen:

“Ich denke nicht, dass wir heute einen Durchbruch erreichen. Wenn man wenig erwartet, erreicht man normalerweise mehr, aber ich denke, die Erwartungen waren viel zu hoch, ich sehe heute keinen Weg nach vorn. Das liegt daran, dass die Institutionen, die EZB, die Kommission und der IWF sich mit keinem Vorschlag befasst haben, über den die Euro-Arbeitsgruppe gesprochen hat. Jetzt startet die Eurogruppe und ich fürchte, dies ist ein verlorener Tag.”

Die litauische Staatschefin Dalia Grybauskaite kritisierte den mangelnden Reformwillen Athens. “Unsere Haltung ist ziemlich hart”, sagte sie vor ihrer Abreise zum Sondergipfel der Eurozone in Brüssel. Griechenland sei ein Land, das schlemmen möchte und sich von anderen das Geld für die Feier geben lassen möchte, so Grybauskaite.

Griechenland hatte für den Sondergipfel eine endgültige Lösung der Krise angekündigt. Bisher ist aber nichts davon zu sehen, dass die Geldgeber von einer tragfähigen Lösung wüssten.

euronews-Reporter James Franey: “Die heutigen Gespräche werden von Pessimismus überschattet und von Teilnehmern hier heißt es, Ende der Woche werde es weit weiteres Treffen der Euro-Finanzminister geben. Die große Frage ist: Warum liegen Griechenland und die Geldgeber auch nach monatelangen Verhandlungen immer noch so weit auseinander?”