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Ukraine erhält Schuldenerlass

Zahlungsunfähigkeit abgewendet: Die Ukraine erhält einen Schuldenschnitt von 20 Prozent. Nach fünfmonatigen zähen Verhandlungen wurde das Abkommen

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Zahlungsunfähigkeit abgewendet: Die Ukraine erhält einen Schuldenschnitt von 20 Prozent. Nach fünfmonatigen zähen Verhandlungen wurde das Abkommen mit den wichtigsten Gläubigern erreicht.

Der IWF hatte die Gewährung eines 35 Milliarden Euro schweren Rettungspakets von einer erfolgreichen Umschuldung abhängig gemacht. Das sei erreicht, hieß es aus Kiew.

Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk erklärte, das Land erhalte einen Schuldenschnitt in der Höhe von 3,6 Milliarden Euro. In den nächsten vier Jahren müsse von der Restschuld nichts zurückbezahlt werden.

Die Restschuld beläuft sich auf etwa 13 Milliarden Euro und soll in einem Zeitraum von 2019 bis 2027 zurückgezahlt werden, hieß es.

Die Geschäftsführerin der Europäischen Wirtschaftsvereinigung, Anna Derevyanko unterstrich: “Dieser Schuldenschnitt ist für die Ukraine sehr wichtig. Nun hat das Land mehr Möglichkeiten, die gesamtwirtschaftliche Situation zu stabilisieren. Zudem verfügt Kiew über mehr Gelder, um das Wachstum anzukurbeln und bekommt auch die Gelegenheit positive Signale an die ausländischen Investoren zu senden.”

Kiew schuldet auch Russland Geld. Die krisengeschüttelte Ex-Sowjetrepublik hatte gehofft, für einen Kredit über rund 2,6 Milliarden Euro ähnliche Konditionen zu erhalten. Doch Russlands Finanzminister Anton Siluanow erteilte der Ukraine umgehend eine Absage. Moskau werde sich nicht an der Umstrukturierung von Kiews Schulden beteiligen, hieß es.