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China als Stimmungskiller auf der Automesse IAA

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Von Euronews
China als Stimmungskiller auf der Automesse IAA

<p>Auf Hochglanz polierte Luxuskarossen, futuristische Prototypen und neue technologische Finessen auf der Internationalen Automobil-Ausstellung <span class="caps">IAA</span> in Frankfurt – bei 1.103<br /> Ausstellern aus 39 Ländern. Doch die Autohersteller schauen sorgenvoll nach China.<br /> Jahrelang war dort für die Autobranche das gelobte Land. Sagenhafte Wachstumsraten von bis zu 70 Prozent, höhere Preise als in vielen anderen Teilen der Welt, traumhafte Renditen – vorbei. Seit fünf Monaten sinken die Verkaufszahlen in China. Und Europa kann die Ausfälle auf dem größten Automarkt der Welt nicht wettmachen.</p> <p>Stephanie Brinley, <span class="caps">IHS</span> Automotive Market Research:</p> <p>“Europa kommt in Aufschwungstimmung. Es ist immer noch ein langsamer Aufschwung, aber zumindest sind wir auf Erholung gepolt. Sinkende Umsätze sind nicht in Sicht.”</p> <p>Elektromobilität, Autos in der digitalen Welt, Kundendaten und ihr Schutz – alles interessante Themen. Aber: Wo sollen künftig Wachstumsraten von bis zu 70 Prozent herkommen, wie in China jahrelang üblich. “Bei VW, <span class="caps">BMW</span> oder GM ist die Stimmung sehr gedrückt”, berichtet Clemens Wasner von der österreichischen Unternehmensberatung <span class="caps">EFS</span>, die deutsche Autobauer in Asien berät. </p> <p>In Lateinamerika und Russland dürften 2015 weniger Autos gekauft werden, in China sanken die Wachstumsaussichten auf magere 2,1 Prozent. Die Margen der Premiumhersteller dürften sich dort in den kommenden Jahren bei acht bis zehn Prozent einpendeln – manche, etwa <span class="caps">BMW</span>, hatten sich schon an das Doppelte gewöhnt.</p> <p>Luca De Meo, Vertriebs- und Marketingvorstand bei Audi:</p> <p>“China geht durch eine Phase der, sagen wir, Transformation. Aus einer Produktionswirtschaft wird eine Dienstleistungswirtschaft. Aber wir sind sehr optimistisch – auf lange Sicht wird China weiter wachsen.”</p> <p>Woran sich die Branche festhält: In Deutschland kommt ein Auto auf zwei Einwohner, in China besitzen im landesweiten Durchschnitt nur 70 von 1.000 Bürgern ein Auto. </p> <p>Der Verband der Automobilindustrie <span class="caps">VDA</span> rechnet wie bei der 65. <span class="caps">IAA</span> vor zwei Jahren mit rund 900.000 Gästen. Bundeskanzlerin<br /> Angela Merkel eröffnet die Automesse (17/09 – 27/09) am Donnerstag.</p> <p>su mit dpa</p>