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Immer mehr Flüchtlinge stranden in Serbien - Ungarn baut weiteren Grenzzaun

An der serbisch-ungarischen Grenze herrscht Ausnahmezustand. Immer mehr Flüchtlinge stranden in dem serbischen Grenzort Horgos, nachdem Ungarn in der

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Immer mehr Flüchtlinge stranden in Serbien - Ungarn baut weiteren Grenzzaun

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An der serbisch-ungarischen Grenze herrscht Ausnahmezustand. Immer mehr Flüchtlinge stranden in dem serbischen Grenzort Horgos, nachdem Ungarn in der Nacht die Grenze zum Nachbarland geschlossen hat.

Unterdessen hat die Regierung in Budapest den Bau eines weiteren Zauns angekündigt. Dieser soll entlang der Grenze zu Rumänien verlaufen und einen möglichen Zustrom aus dem EU-Land verhindern.

Hunderte Migranten sind derweil an der serbischen Grenze in einen Hungerstreik getreten. Sie wollen so die ungarischen Behörden zwingen, wieder ins Land gelassen zu werden.

“Wir sind hier in einen Hungerstreik getreten, so lange, bis wir nach Wien gelassen werden”, so der Syrer Moustafa Almunim. “Wir wollen nach Wien. Wir wollen nicht in diesem Land bleiben. Wir mögen die Leute hier, aber meine Familie ist in Belgien. Ich will zu ihr. Nur das.”

Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen warnte, die Migranten könnten nun nach Alternativwegen suchen, um nach Deutschland oder Österreich zu gelangen. Die Route könnte über Kroatien und Slowenien verlaufen. Helfer an der griechisch-mazedonischen Grenze verteilen bereits Landkarten mit Alternativrouten, das berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Ein Flüchtling in Serbien erklärt, die ungarische Polizei habe sie davor gewarnt, den Zaun anzutasten. Andernfalls kämen alle ins Gefängnis.

Die ungarischen Behörden teilten mit, seit Schließung der Grenze seien 174 Menschen wegen illegalem Grenzübertritt verhaftet worden. In dem Land traten zeitgleich mit der Grenzsperrung verschärfte Gesetze in Kraft.

Die Euronews-Reporterin am Grenzzaun erklärt: “Dieser Zaun wurde repariert, nachdem ihn jemand durchgeschnitten hatte. Diejenigen, die das getan haben, begingen den neuen Gesetzen zufolge eine Straftat. Ihnen droht Gefängnis.”