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Schwere Ausschreitungen: Flüchtlinge wollten ungarische Grenze durchbrechen

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Von Euronews
Schwere Ausschreitungen: Flüchtlinge wollten ungarische Grenze durchbrechen

<p>Ungarn hält seine Grenze für Flüchtlinge dicht: 29 Menschen seien bei Ausschreitungen am Grenzzaun festgenommen worden, sagte ein Regierungsvertreter.</p> <p>Unter ihnen sei ein Terrorist; Erläuterungen dazu gab es nicht.</p> <p>Nach Regierungsangaben wurden außerdem <a href="http://www.kormany.hu/en/news/35-criminal-proceedings-launched-with-respect-to-illegal-border-crossing">Strafverfahren eröffnet gegen 35 Menschen, die illegal ins Land gekommen sein sollen</a>.</p> <p>Sie sei äußerst erschüttert, sagt angesichts der Ausschreitungen eine Vertreterin des <span class="caps">UNO</span>-Flüchtlingshilfswerks am Grenzübergang Röszke. </p> <p>Es habe Verletzte gegeben, so Montserrat Feixas Vihé weiter; Kinder hätten geweint, die von ihren Familien getrennt wurden. Dieses Ausmaß an Gewalt hätte man vermeiden können.</p> <p>Zu den Ausschreitungen kam es, als Flüchtlinge ein Grenztor durchbrachen. </p> <p>Die ungarische Polizei ging unter anderem mit Tränengas gegen sie vor, die Flüchtlinge warfen Steine.</p> <p>Die meisten Flüchtlinge suchen sich nun aber andere Wege, an Ungarn vorbei; die neue Route führt durch Kroatien.</p> <p>Dort kamen gestern rund 1300 Menschen aus Serbien über die Grenze, viele in den Ort Tovarnik.</p> <p>Ein Zug soll Flüchtlinge von hier aus nun in die Hauptstadt Zagreb bringen. </p> <p>Kroatien will sie frei passieren lassen: Schließlich wollten sie <a href="https://vlada.gov.hr/news/milanovic-fences-which-are-being-erected-won-t-stop-anyone-and-they-are-only-sending-a-terrible-and-dangerous-message/17684">vor allem nach Deutschland und nach Skandinavien, sagte Regierungschef Zoran Milanović</a>.</p> <p>Auch Österreich stellt sich jetzt auf den neuen Weg der Flüchtlinge ein.</p> <p>In Kärnten und der Steiermark <a href="http://orf.at/stories/2299293/2299295/;">wird an der slowenischen Grenze kontrolliert</a> welche Route bevorzugt wird, muss sich erst noch zeigen.</p> <p>Unbekannt ist auch noch, wie sich Slowenien gegenüber den Flüchtlingen verhalten wird.</p> <p>Den von Kroatien vorgeschlagenen “sicheren Korridor” nach Österreich lehnt die dortige Regierung jedenfalls ab.</p> <p>Unter den EU-Bestimmungen <a href="http://www.mnz.gov.si/en">könne man die Menschen nicht einfach durchlassen</a>, sagte Innenministerin Vesna Györkös Žnidar. Man werde sie aber aufnehmen und ihre Asylanträge entgegennehmen.</p> <p>Slowenien ist auf diesem Weg das erste Land des an sich grenzkontrollfreien Schengenraums – abgesehen natürlich von Griechenland.</p>