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Putin: Assad würde russische Hilfe für Opposition akzeptieren

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich bereiterklärt, eine mögliche Unterstützung Russlands für die gegen den Islamischen Staat kämpfende

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Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat sich bereiterklärt, eine mögliche Unterstützung Russlands für die gegen den Islamischen Staat kämpfende syrische Opposition zu akzeptieren. Das teilte Kreml-Chef Wladimir Putin beim internationalen Diskussionsklub “Waldai” in Sotschi mit. “Ich habe Baschar Al-Assad gefragt, was er von einer bewaffneten Opposition hält, die dazu bereit ist, die IS-Miliz zu bekämpfen. Ich habe ihn gefragt, was er davon halten würde, wenn wir den Einsatz dieser bewaffneten Opposition im Kampf gegen Terrorismus in der gleichen Weise unterstützen würden, wie wir die syrische Armee unterstützen. Seine Antwort war positiv”, so Putin.

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"Seine Antwort war positiv."

Er erhalte zudem aus den USA Signale, dass der Weg für ein kombiniertes militärisches Vorgehen in dem Bürgerkriegsland offen sei. Eine militärische Koordination mit den westlichen Staaten könne wiederum Bedingungen für eine politische Lösung in Syrien schaffen, erklärte der Kreml-Chef.

Russland griff Ende September mit Luftangriffen in den syrischen Konflikt ein. Die USA fliegen mit einigen Alliierten wie Saudi-Arabien und Großbritannien seit gut einem Jahr Lufangriffe aus Stellungen der IS-Miliz. Washington warf Moskau bislang vor, vor allem gegen Rebellengruppen vorzugehen, die gegen Assad kämpfen und so die Stellung des syrischen Präsidenten sichern zu wollen. Die USA fordern einen Rücktritt Assads und sehen eine politische Lösung für Syrien nur ohne den Langzeitmachthaber. Putin erklärte in Sotschi, dass das syrische Volk selbst in einer transparenten Wahl darüber abstimmen solle, wer das Land führt.

Doch Putin kritisiert auch den Westen und beschuldigte ihn, in Syrien ein doppeltes Spiel zu spielen. Dem Westen ginge nicht nur um die Bekämpfung von Terrorismus sondern auch um den Ausbau seiner Stellung im Nahen Osten.