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Folgen der Silvesternacht - nach Übergriffen in Köln prüft Bundesregierung die Gesetzeslage

Den Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers haben die Übergriffe in der Silvesternacht am Rhein den Posten gekostet. Er wurde in den Ruhestand

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Folgen der Silvesternacht - nach Übergriffen in Köln prüft Bundesregierung die Gesetzeslage

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Den Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers haben die Übergriffe in der Silvesternacht am Rhein den Posten gekostet. Er wurde in den Ruhestand versetzt. Albers stand unter anderem wegen seiner Kommunikationspolitik in der Kritik. Die Polizei soll laut Medienberichten zunächst verschwiegen haben, dass es sich bei etlichen an Silvester kontrollierten Männern um Asylbewerber handelte. Außerdem hatte ein Bundespolizist in einem Bericht einen völligen Kontrollverlust der Sicherheitskräfte vor Ort geschildert.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel schloss Konsequenzen für die deutsche Gesetzgebung nicht aus. Der Bundesinnenminister und der Bundesjustizminister befänden sich in Gesprächen, so Merkel am Freitag. Es gelte herauszufinden, ob die derzeitige Gesetzeslage ausreiche.

Das Bundesinnenministerium hat bestätigt, dass unter den Verdächtigen viele Asylbewerber sind. Die Bundespolizei habe 32 mutmaßliche Täter identifiziert, davon 22 Asylbewerber. Unter den 32 seien neun Algerier, acht Marokkaner, fünf Iraner, vier Syrer, ein Iraker, ein Serbe, ein Amerikaner und drei Deutsche. Ihnen würden hauptsächlich Diebstähle und Körperverletzungen vorgeworfen. In der Silvesternacht sollen sie zwischen Hauptbahnhof und Kölner Dom hauptsächlich Diebstähle und Körperverletzungen begangen zu haben.

Bei der Kölner Polizei summiert sich die Zahl der Anzeigen auf 170, in rund 120 Fällen geht es einer Sprecherin zufolge um sexuelle Übergriffe. Zwei junge Männer aus Nordafrika, die die Polizei festgenommen hatte, wurden wieder freigelassen. Der Tatverdacht gegen sie habe sich nicht erhärtet, erklärte die Staatsanwaltschaft.