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Kölner Polizei löst Pegida-Demonstration auf

Nach Flaschenwürfen auf Beamte hat die Polizei in Köln eine Demonstration von rund 1700 Rechtsextremisten, Hooligans und Pegida-Anhängern aufgelöst

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Nach Flaschenwürfen auf Beamte hat die Polizei in Köln eine Demonstration von rund 1700 Rechtsextremisten, Hooligans und Pegida-Anhängern aufgelöst. Aus der Menge seien Böller und Steine geworfen worden, so die Polizei. Vor Ort protestierten auch mehr als 1000 Menschen überwiegend friedlich gegen Rassismus und Sexismus. Hintergrund beider Demonstrationen waren die sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht.

Die Polizei setzte schließlich Wasserwerfer ein und beendete die Veranstaltung. Nach vorläufigen Angaben wurden mehrere Polizisten und ein Journalist verletzt. 15 Demonstranten wurden in Gewahrsam genommen, um weitere Straftaten zu verhindern, teilte die Polizei am Abend mit.

Versäumnisse der Kölner Polizei und die Mitteilung des Bundesinnenministeriums, dass es sich bei 22 von 32 identifizierten mutmaßlichen Tätern um Asylbewerber handelte, hatten die Öffentliche Debatte um Zuwanderung weiter angeheizt.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt schärfere Gesetze verlangt, unter anderem zur Bestrafung kriminell gewordener Asylbewerber.

Die Zahl der Strafanzeigen nach Vorfällen an Silvester hat sich unterdessen drastisch erhöht. Inzwischen gebe es 379 Anzeigen, teilte die Polizei am Samstag mit. In etwa 40 Prozent der Fälle ermitteln die Kriminalbeamten demnach unter anderem wegen Sexualstraftaten.