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Landtagswahlen in Deutschland: Protest am Super-Sonntag?

In drei deutschen Bundesländern werden am Sonntag neue Landtage gewählt. Die Urnengänge gelten als wichtiger Stimmungstest in der Flüchtlingskrise

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Landtagswahlen in Deutschland: Protest am Super-Sonntag?

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In drei deutschen Bundesländern werden am Sonntag neue Landtage gewählt. Die Urnengänge gelten als wichtiger Stimmungstest in der Flüchtlingskrise. Es wird mit starken Zuwächsen der rechtspopulistischen AfD gerechnet.

In Baden-Würtemberg droht der CDU, der Partei von Kanzlerin Angela Merkel, ein Debakel. Sie könnte bis zu zehn Prozentpunkte verlieren. Die Grünen könnten dagegen erstmals stärkste Partei in einem Bundesland werden. Sie stellen mit Winfried Kretschmann bereits den Ministerpräsidenten. Jüngsten Umfragen zufolge könnte dieser die Koalition mit den Sozialdemokraten fortsetzen.

In Rheinland-Pfalz zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der CDU mit Oppositionsführerin Julia Klöckner ab. Die Christdemokraten schneiden auch dort in den Umfragen deutlich schwächer ab als vor der Flüchtlingskrise. Die rot-grüne Koalition hätte allerdings keine Mehrheit mehr. Der Grund ist die Schwäche der dortigen Grünen.

In Sachsen-Anhalt rechnen die Meinungsforscher damit, dass CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff weiter regieren kann – trotz sinkender Zustimmung. Die SPD muss mit herben Verlusten rechnen. Die Große Koalition in dem Bundesland ist daher gefährdet. Der AfD werden rund 18 Prozent vorausgesagt, ihr bisher bestes Ergebnis auf Länderebene.

Die Stärke der Rechtspopulisten könnte die Regierungsbildung in allen drei Bundesländern erschweren – mit der Partei will keine andere zusammenarbeiten.

Mehr zum Super-Sonntag finden Sie in unserem folgenden Ticker.