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Cameron warnt vor Brexit, Umfragen sehen Befürworter und Gegner fast gleichauf

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Cameron warnt vor Brexit, Umfragen sehen Befürworter und Gegner fast gleichauf

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Premierminister David Cameron versucht das aus seiner Sicht Schlimmste zu verhindern: den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. Am 23. Juni stimmen die Briten darüber ab.

Am Dienstagabend stellte sich Cameron in einem Londoner Fernsehstudio den Fragen des Publikums. Und er nutzte die Gelegenheit, um den Wählern die Auswirkungen eines Ausstiegs vor Augen zu führen: “Auch wenn wir raus sind – wir werden ja noch weiter Handel mi der EU treiben wollen. Dafür müssten wir uns aber weiter an alle Vorgaben aus Brüssel halten. Aber wir hätten nicht mehr das Recht, Entscheidungen zu treffen. Wir wären nur noch ein Zaungast, der versucht, einen Blick auf das Innerste zu erhaschen und zu erfahren, was denn mit den 27 anderen Ländern los ist, welche Regeln sie erlassen.”

Nach dem Premierminister hatte dann auch Brexit-Befürworter und UKIP-Chef Nigel Farage die Gelegenheit, seine bekannte Sicht der Dinge darzulegen. Und er rechnete in einem Rundumschlag mit dem Euro ab: “Die Eurozone ist meiner Meinung nach eine Katastrophe. Schauen Sie doch nur, was sie Griechenland und anderen Mittelmeerstaaten abgetan haben. Die Flüchtlingskrise polarisiert nicht nur, sondern spaltet Länder – das ruft eine neue Art von Politik auf den Plan. Und: Das Geld ist weg und doch wartet Brüssel mit Äußerungen über eine europäische Armee oder das EU-Budget lieber bis nach unserem Rederendum. Dieses Projekt funktioniert einfach nicht.”

Beide Politiker dürften den Auftritt durchaus ernst genommen haben. Denn der Ausgang der Abstimmung Ende Juni ist äußerst ungewiss. Während die britischen Buchmacher Wetten auf das Ergebnis annehmen, zeigen jüngste Umfragen, dass Befürworter und Gegner eines Brexits bis auf ein Prozent gleichauf liegen.

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