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Großbritannien: Jo Cox' Familie bedankt sich für öffentliche Anteilnahme

Die Familie der britischen Abgeordneten Jo Cox hat mit bewegenden Worten der Ermordeten gedacht.

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Die Familie der britischen Abgeordneten Jo Cox hat mit bewegenden Worten der Ermordeten gedacht. Cox’ Schwester, Kim Leadbeater, bedankte sich in Birstall, wo die Abgeordnete getötet wurde, für die große öffentliche Anteilnahme. Diese habe der Familie in den vergangenen 48 Stunden durch einige dunkle Zeiten geholfen.

Leadbeater erklärte, ihre Schwester habe schon als Kind immer nur gewollt, dass es allen gut gehe. “Wir wissen, es gibt einige böse Menschen in dieser Welt, aber es gibt auch schrecklich viele gute Menschen”, so Leadbeater. “Unsere Familie ist im Moment zerbrochen, aber wir werden das mit der Zeit wieder hinbekommen. Und Jo wird immer ein Teil unseres Lebens sein. Sie wird weiterleben durch all die guten Menschen in der Welt.”

Attentäter macht verwirrende Angaben

Der mutmaßliche Mörder von Jo Cox, Thomas Mair, war am Samstag vor Gericht erschienen. Als er nach seinem Namen gefragt wurde, antwortete er: “Tod den Verrätern, Freiheit für Großbritannien”. Er weigerte sich, seinen wirklichen Namen sowie seine Adresse und sein Geburtsdatum zu nennen. Die Richterin erklärte daraufhin, der 52-jährige solle von einem Psychiater begutachtet werden.

Die britische Polizei geht Berichten nach, wonach der Tatverdächtige psychische Probleme hatte. Sie untersucht zudem mögliche Kontakte zu rechtsextremen Gruppen. Die ermordete Labour-Politikerin hatte sich für Flüchtlinge und gegen einen Austritt Großbritanniens aus der EU eingesetzt.